Die von CDU und Peto favorisierte Umgestaltung des Rheinbogens hat immer mehr Gegner. Der Bürgerverein Monheim will sie in einer Aktionsgemeinschaft vereinen.

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Links von der Lindenallee in Richtung Süden liegt der Bereich, der umstritten ist.

Links von der Lindenallee in Richtung Süden liegt der Bereich, der umstritten ist.

Anna Schwartz

Links von der Lindenallee in Richtung Süden liegt der Bereich, der umstritten ist.

Monheim. Freizeitspaß im Rheinbogen gegenüber der Altstadt – darüber wird schon lange diskutiert. Im Herbst wurde die Verwaltung schließlich beauftragt, Detailpläne zu erarbeiten. Spielwiese, Grillplätze und Spielelemente sind Vorstellungen, die vor allem CDU und Peto favorisieren. Sie haben im Rat eine satte Mehrheit. Doch die anderen Parteien, die möglichst viel der natürlichen Flächen dort erhalten wollen, bekommen nun Rückendeckung vom Bürgerverein Monheim. Der macht mobil. Unter anderem soll eine Aktionsgemeinschaft pro Rheinbogen gegründet werden.

„Ist der Verlust der typischen Rheinaue hinnehmbar? Wie sollen die verschiedenen Widersprüche zum Landschaftschutz vermittelt werden?“ Solche Fragen wirft Klaus Glasow, Vorsitzender des Bürgervereins, kritisch in den Raum. Er weiß nicht nur besagte Parteien hinter sich. „Wir haben mit den Naturschützern gesprochen. Die sind auch dabei“, sagt Glasow und nennt deren Kopf Wilhelm Knebel. Außerdem sei der Hegering Monheim mit im Boot. Die Jäger hätten ebenfalls kein Verständnis für die Pläne.

Stadtplaner Thomas Waters kann noch keine genauen Kosten nennen

Ein weiterer Kritikpunkt des Bürgervereins ist das Geld. „Laut Beschluss soll der so genannte Rheinpark für circa vier Millionen Euro realisiert werden. Das liefe auch auf einen Verstoß gegen das Haushaltsrecht hinaus“, heißt es unter anderem. Allerdings sieht das Thomas Waters, oberster Stadtplaner im Rathaus, anders. „Es ist noch nicht mal ansatzweise so viel Geld. Auch wenn ich eine genaue Summe noch nicht nennen kann“, sagt er. Es komme überwiegend aus dem Landestopf „Aktive Innenstadt“. Das wiederum kommentiert Glasow mit den Worten: „Dann sagt er die Unwahrheit. Mir hat er etwas anderes gesagt.“

Auf die Barrikaden gehen will der Bürgerverein auch gegen vorgesehene Hügellandschaften und Wasserläufe. Und einmal mehr beschwichtigt Waters auf WZ-Anfrage: „Diese Hügellandschaften wurden zwar der Politik bei einer Präsentation gezeigt. Aber das war nur ein Beispiel. Wir werden das nicht wirklich vorschlagen, wenn wir die Detailpläne vorlegen.“ Wann diese Pläne diskussionsreif werden, kann Waters noch nicht sagen. Er schätzt, dass das bis zum Sommer der Fall sein wird.

SPD-Ratsherr Werner Goller kündigt bereits an, in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Monheim demnächst eine Informationsveranstaltung zum Thema Rheinbogen zu organisieren. „Was CDU und Peto da vor haben, ist nichts anderes als eine dritte Bürgerwiese. Das ist mit uns nicht zu machen“, sagt er.

Der Bürgerverein Monheim lädt am Dienstag ab 19.30 Uhr zum Stammtisch in den „Pfannenhof“ (Turmstraße) ein. Hauptthema werden die Pläne für den Park im Rheinbogen sein.

 

Der Bürgerverein Monheim ruft dazu auf, eine Aktionsgemeinschaft Rheinbogen zu gründen. Vor allem soll die Auenlandschaft erhalten bleiben.

Mehr Informationen gibt es unter Telefon 02173/277 780 bei dem Vorsitzenden Klaus Glasow.

Nicht betroffen vom Widerstand gegen die Pläne von CDU und Peto ist der Verein Abenteuerspielplatz. Der soll ohnehin weiter Richtung Norden am Rande des Rheinspielplatzes nahe den Schützen angesiedelt werden. Das ist sich die Politik einig. Im Focus der aktuellen Diskussion ist aber die Landschaftsschutzfläche südlich der Lindenallee.

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