EU und NRW sagen Fördergelder zu. Das Projekt „AuenBlicke“, eine Biologische Station, kann in diesem Jahr in Angriff genommen werden.

Natur
Die Baumberger Rheinwiesen (hier bei Hochwasser) werden in den kommenden Jahren ökologisch aufgewertet.

Die Baumberger Rheinwiesen (hier bei Hochwasser) werden in den kommenden Jahren ökologisch aufgewertet.

Archiv Dirk Thomé

Die Baumberger Rheinwiesen (hier bei Hochwasser) werden in den kommenden Jahren ökologisch aufgewertet.

Baumberg. Die Würfel sind gefallen: Das Projekt „AuenBlicke“ kann starten. Die Biologische Station Haus Bürgel hat die Zusage zur Förderung des Projektes durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen bekommen. Der Naturraum Urdenbacher Kämpe wird durch diese Förderung von rund 900 000 Euro in den kommenden zweieinhalb Jahren sowohl ökologisch als auch für die Besucher aufgewertet.

Als Partner engagieren sich die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die Stadt Düsseldorf und der Kreis Mettmann. In der Rheinaue Urdenbacher Kämpe werden Tümpel angelegt, Wiesen werden mit Hilfe von Regiosaatgut blüten- und kräuterreicher.

Für die Besucher wird die Urdenbacher Kämpe durch neu angelegte Wanderrouten mit verschiedensten interaktiven Elementen attraktiver gestaltet. Dabei stehen dem Wanderer nicht nur klassische Info-Tafeln, sondern auch neueste Technologien wie Apps und mobile Taggings für weitere Hintergrundinformationen zur Verfügung.

Altrheinprojekt wird in diesem Jahr umgesetzt

„Das Jahr 2012 startete auch für die Deichöffnung Urdenbacher Altrhein vielversprechend“, sagt Elke Löpke, Leiterin der Biologischen Station, rückblickend. Die Baugenehmigung lag der Unteren Landschaftsbehörde Düsseldorf bereits seit November 2011 vor.

Einige Monate später erfolgten erste Gehölzfällungen auf den beiden Bauflächen. Bis dahin gingen die Projektpartner Stadt Düsseldorf, Bergisch-Rheinischer Wasserverband, Nordrhein-Westfalen-Stiftung und Biologische Station sowie die Bezirksregierung Düsseldorf als Bewilligungsbehörde für die anteiligen EU-Fördergelder von einem Baubeginn im August 2012 aus.

Am Mittwoch, 24. April, wird ab 19 Uhr Aktuelles aus der Arbeit der Biostation – wie die Entwicklung der Bergischen Heideterrasse und das Projekt „AuenBlicke“ in der Urdenbacher Kämpe – vorgestellt. Im Anschluss wird zu einem Imbiss regionaler Produkte eingeladen. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

Auch für 2013 hat die Biologische Station ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm zusammengestellt. Die Themen für das erste Halbjahr stehen auf der Internetseite.

Doch die überraschende Selbstauflösung des NRW-Landtages im März mit nachfolgenden Neuwahlen stoppte die Verabschiedung des Landeshaushaltes – und damit zunächst die Umsetzung dieses Projektes. Inzwischen liegen alle Finanzierungsbewilligungen vor. Daher können die vorbereitenden Erdbauarbeiten entlang des Urdenbacher Altrheins bereits bis Februar durchgeführt werden.

Ab August wird dann dieses landesweite Modellvorhaben zur völlig eigenständigen Entwicklung eines Niederungsgewässers endgültig starten können.

In den Herbstferien 2012 fanden gemeinsam mit dem Römischen Museum Haus Bürgel und der Kaltblutpferdezucht Reuter die Bürgeler Aktionstage statt, die auf eine sehr gute Resonanz gestoßen sind. „Deshalb werden wir in den Osterferien 2013 wieder eine Aktionswoche für Eltern und Kinder veranstalten. „Nähere Informationen gibt es ab Februar auf unserer Homepage“, heißt es nun.

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