Bei der ersten Besprechung der Wagenbauer wurde bereits klar: Es werden wieder um die 90 Zugnummern mitmachen. Auch neue Gruppen sind dabei.

Monheim. Tausende feiern am Rosenmontag ihren „Zoch“ in Monheim. Prächtige Wagen, Fußgruppen in originellen Kostümen. Was kaum einer am Wegesrand bedenkt: Dahinter steckt die Arbeit von Monaten.

Zwar dauert es noch gut sieben Wochen, bis der Zug durch die Alte Freiheit zieht, doch werden die Planungen der Vereine konkret. Zur der ersten Wagenbauerbesprechung bei Bormacher in der Altstadt waren am Mittwochabend 70 Brauchtumsfreunde gekommen, darunter auch Prinzessin Inge Mohr.

„Wir werden wie in den Vorjahren etwa 90 Zugnummern erreichen“, sagte Andreas Petruschke, seit 2003 verantwortlich für den jecken Lindwurm. Er löste vor acht Jahren der langjährigen Zugleiter Eugen Herriger ab, konnte auf eine 21-jährige Erfahrung im Leitungsteam des Düsseldorfer Rosenmontagszugs zurückgreifen.

„Su war et immer, su muss et sinn, Fastelovend fiere in Monnem am Rhing“ lautete das vorjährige Motto des Zuges. Da konnten alle Vereine und Gruppierungen ihre Phantasie spielen lassen. Das Ergebnis war ein gelungener, kunterbunter Zug.

Boot-Motive wegen der Piwipp?

In diesem Jahr jedoch ist das Motto spezieller: „Janz Monnem jubiliert vor Jlöck, mer kriege us Piwipp zuröck“. Ob da nicht einige Boot-Motive im Zug zu sehen sind? Andreas Petruschke kennt bereits verschiedene Ideen, will aber noch nichts verraten.

Am 7. März startet der Rosenmontagszug um 14.11 Uhr an der Straße Am Hang.

An die 90 Zugnummern, Wagen, Fußgruppen und Kapellen machen sich auf den 3,5 Kilometer langen Zugweg.

Die nächste Wagenbauprechung ist 25. Februar, 20 Uhr, bei Bormacher. Die Prämiierung der schönsten Wagen dort am 25. März.


Zugleiter Andreas Petruschke ist unter Telefon 0212/650 0026 zu erreichen.

Sponsoren sei gedankt: Ab sofort können die Karnevalsvereine Wellpappe bei der Firma Seyfert abholen. „Wir sind froh, dass wir das Unternehmen haben“, sagt Petruschke. Ansonsten sei der Bau eines Wagens teuer genug.

„So um die 2000 bis 3000 Euro müssen die Vereine veranschlagen für Farbe und für weiteres Baumaterial“, erläutert der Zugleiter. „Die Christboomschmöcker verkaufen für die Auffrischung ihrer Kasse beispielsweise Christbäume“, nennt Petruschke ein Beispiel für Ideenreichtum bei knappen Kassen.

Auch erfreulich: es gibt neue Zugteilnehmer. Die Indianer sind schon einmal mitgezogen, hatten aber im letzten Jahr keine Gruppe zusammen bekommen. In diesem Jahr klappt es. Auch die junge Karnevalsgruppe „Monalisen“ macht mit.

Es wird beim seit Jahren bewährten Zugweg bleiben. Aber eines machte Petruschke deutlich: Erst wird das Altenheim an der Kirchstraße passiert, bevor sich der Zug auflöst. Die Senioren sollten die Möglichkeit haben, den ganzen Zu zu sehen. Sie freuen sich nicht nur auf den Kinderkarnevalszug am Sonntag, sondern auch auf den großen Zug. In der Vergangenheit hatte sich der Zug auch mal früher aufgelöst. Die Senioren, die in ihren Rollstühlen am Straßenrand gewartet hatten, waren enttäuscht. Das soll nicht mehr passieren.

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