Derzeit befindet sich das Piwipper Böötchen noch in einer Werft in Mondorf am Rhein. Im Frühjahr soll es endlich in Monheim in See stechen.

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So soll die Fähre aussehen, wenn sie in der Werft überholt worden ist. Grafik: Lux-Werft

So soll die Fähre aussehen, wenn sie in der Werft überholt worden ist. Grafik: Lux-Werft

Lux-Werft

So soll die Fähre aussehen, wenn sie in der Werft überholt worden ist. Grafik: Lux-Werft

Monheim. Noch liegt das Piwipper Böötchen nicht in Monheim vor Anker. Aber immerhin in Rheinnähe befindet sich das alte Schätzechen derzeit. Dort, wo es auch vor rund 40 Jahren gebaut wurde. In der Mondorfer Lux-Werft, die in der Nähe von Bonn liegt, wird das Boot für seine künftige Aufgabe seefest gemacht.

„Das Boot wurde unter anderem komplett entrostet, neue Eisenplatten wurden verlegt“, sagt Emil Drösser vom Vorstand des Vereins „Piwipper Böötchen“. Wann genau das Boot seine Fahrt zwischen Marienkapelle und Haus Piwipp aufnehmen kann, steht indes noch nicht genau fest. „Wir gehen davon aus, dass der Fährbetrieb im Frühjahr des kommenden Jahres starten kann“, sagt Drösser.

Auch um Kosten zu sparen, sei der Werft kein fester Fertigstellungstermin vorgegeben worden. „Dann fangen die an, am Wochenende an zu arbeiten. Und das wird richtig teuer“, erläutert Drösser. So muss sich der Verein eben noch etwas in Geduld üben.

Wie teuer die Restaurierung wird, ist laut Emil Drösser noch unklar

Wo immer es geht, versucht der Verein Geld zu sparen. Lange hatte er die erforderliche Summe in Höhe von 200 000 Euro gesammelt, um den Fährbetrieb aufleben lassen zu können. Die Förderzusage in Höhe von 30 000 Euro vom Landschaftsverband Rheinland kam da kürzlich wie gerufen. „In dem Boot wurde Blei verarbeitet. Heute ist das Sondermüll. Die Entsorgung machte die Sanierung des Bootes teurer als erwartet“, sagt das Vorstandsmitglied des Vereins.

Wie hoch die Kosten für die Restaurierung des Piwipper Böötchens sind, könne Drösser nicht beziffern. Zumindest im Moment. „Keine Werft kann einen festen Plan für Sanierungskosten aufstellen.“ Hinter jeder Planke kann sich eine unerwartete Baustelle auftun.

Wesentliches Ziel des Projekts „Piwipper Böötchen“ ist „die Wiederbelebung der seit dem Mittelalter bis 1977 bestehenden Fährverbindung zwischen der rechtsrheinischen, auf dem Gebiet der Gemeinde Monheim befindlichen Marienkapelle und dem linksrheinischen, auf dem Gebiet der Gemeinde Dormagen befindlichen Haus Piwipp“, heißt es auf der Internetseite des Vereins.

Mehr als 100 Mitglieder zählt der Verein „Piwipper Böötchen“ mittlerweile.

Mehr zum Verein und aktuelle Fortschritte beim Projekt gibt es im Internet unter:
www.piwipp-boot.de

Die Fähre wurde damals für rund 16 000 Euro gekauft. Für das 14,5 Meter lange Wassergefährt wurde mittlerweile der Steiger an der Seite Piwipp betoniert. Hier wird das Böötchen anlegen, sobald es seinen Betrieb auf dem Rhein aufgenommen hat. Zwölf Gäste sollen samt ihrer Fahrräder bei jeder Fahrt transportiert werden. Mehr seien aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Das Boot hat früher 40 Gästen Platz geboten, heute gelte es bei dieser Passagierzahl nicht mehr als kleines Flussfahrtsschiff. Die Fähre soll vor allem den sanften Tourismus fördern, also Fahrradfahrer und Wanderer aus der Region anlocken. Aber auch die Monheimer selbst können die Wiederaufnahme des Fährbetriebs kaum erwarten.

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