Das Jahr bot Überraschendes und Erstaunliches: Das Piwipper Böötchen wird wieder entdeckt. Die Kirche funkt der Politik dazwischen. Der neue Fahrplan verwirrt.

2010
Der Jahnplatz ist so oft gesperrt, dass mancher Politiker einen Verkauf befürwortet. Das Geld könnte in einen Neubau fließen – nur wo?

Der Jahnplatz ist so oft gesperrt, dass mancher Politiker einen Verkauf befürwortet. Das Geld könnte in einen Neubau fließen – nur wo?

Das Piwipper Böötchen im Jahr 1956: Manch ein Familienausflug begann auf der Fähre. Im Mai soll sie wieder fahren. Archiv

Janz Monnem ist jeck: 50 000 Menschen feierten beim Rosenmontagszug. Ist das 2011 zu toppen? Archiv

Stefan Fries, Bild 1 von 3

Der Jahnplatz ist so oft gesperrt, dass mancher Politiker einen Verkauf befürwortet. Das Geld könnte in einen Neubau fließen – nur wo?

Monheim. 2010 hat Monheim einige Neuanfänge gebracht – manch einer war nicht ganz freiwillig. Das Jahr im Überblick:

Januar

28. Das bisschen Haushalt: Bürgermeister Daniel Zimmermann und Kämmerer Max Herrmann planen den Haushalt 2010 – und rechnen mit einem Defizit von 20,8 Millionen Euro.

Februar

15. Monnem feiert: Es ist der Party-Höhepunkt des Jahres: 50 000 Jecken feiern am Rosenmontag auf Monheims Straßen. Ist das noch zu toppen? Das muss das kommende Jahr zeigen. Dann lautet das Motto „Janz Monnem jubiliert vor Jlöck – mer krieje us Piwipp zurück“.

März

1. Höchststand: Das Hochwasser des Rheins erreicht am Pegel Köln mit 6,83 Meter seinen Höchststand.

April

21. Schiff Ahoi: Der Verein Piwipper Böötchen will den 1977 eingestellten Fährverkehr nach Dormagen wieder aufleben lassen. Ruck zuck kommen 100 000 Euro Spenden zusammen. Im August wird die Anlegestelle geliefert. Das „Böötchen“ selbst wird noch restauriert und soll ab Mai 2011 schippern.

Mai

13. Ausgefeiert: Das 8. Festival im Spiegelzelt ist wegen hoher Kosten vermutlich das letzte.

Juni

2.-6. Volltreffer: Der 1. FC Monheim feiert im Rheinstadion sein hundertjähriges Jubiläum.

Juli

16. Teuer bezahlt: Ein peinliches Kapitel in der Wirtschaftsgeschichte der Stadt geht zu Ende: Der Verkauf des Rheinpark-Grundstückes an den Recycler IMR wird nach Protesten aus der Bevölkerung rückgängig gemacht. Die Stadt kostet es 3,4 Millionen Euro und viel Häme. Das Gelände selbst ist gerade einmal 1,5 Millionen Euro wert.

August

29. Der Neue ist da: Der neue Fahrplan der BSM sorgt für Verwirrung. Bessere Anschlüsse an die S-Bahn soll er bringen. Stattdessen ärgern sich die Fahrgäste darüber, dass der Sandberg nicht mehr angesteuert wird, über längere Wege zu Haltestellen und Verspätungen. Die BSM versprechen, nachzujustieren.

31. Einigung: Die private Hochschule für Unternehmensführung wollte im Oktober im städtischen Mega-Gebäude im Rheinpark starten. Doch dann reklamiert sie Schäden am Bau. Die Stadt hält einen Einzug für machbar. Ende August einigt man sich auf etwas ganz anderes: Die Hochschule mietet drei statt zwei Etagen an, zahlt aber erst ab 2011 Miete. Im April soll der Betrieb beginnen.