Bis 2013 muss mit dem Bau der neuen Anbindung der Hildener Straße begonnen werden.

Langenfeld. Das Thema Unterführung Hildener Straße und die damit erst mögliche Schließung des Bahnüberganges Kaiserstraße beschäftigt die Richrather bereits seit mehr als 20 Jahren. Seit 2003 liegt der Planfeststellungsbeschluss für das Projekt vor.

Doch die Bagger, die Stadtbaurat Hans-Otto Weber schon für 2004 anrollen sah, kamen nicht. Die sich wegen des regen Zugverkehrs auf der Güterbahnstrecke häufig senkenden Schranken stellen weiter ein Hindernis dar.

Die Kosten für das Projekt sollen bis Jahresende ermittelt sein

Seit der jüngsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses ist klar: Die schier unendliche Geschichte bleibt auch dem neuen Rat und seinem Fachausschuss erhalten. Die Planung verzögert sich erneut, da zunächst die Kosten bis Ende des Jahres ermittelt werden sollen. Frühestens für 2010 oder 2011 wird nun mit dem Baubeginn gerechnet.

"Bis 2013, spätestens zehn Jahre nach dem Planfeststellungsbeschluss, muss mit der Sache begonnen worden sein, weil sonst alle Voraussetzungen entfallen", sagt Wolfgang Honskamp, Referatsleiter Umwelt, Verkehr und Tiefbau im Rathaus. Die Kosten von grob geschätzten zehn Millionen Euro teilen sich zu je einem Drittel der Bund, die Deutsche Bahn und die Stadt.

"Die Bundesbahn will ihre Kostenbeteiligung so gering wie möglich halten", meint Honskamp. Die Stadt sei zu Abstrichen am Entwurf bereit. Beispielsweise könne erst einmal auf die Rampe zum Radweg auf der Hildener Straße verzichtet werden.

Die gesamte Baumaßnahme werde auf vier bis fünf Phasen verteilt über die Hildener Straße abgewickelt, einen Umleitungsverkehr soll es nicht geben.

Als die Planungen vor rund 25 Jahren begannen, war an den Bau der nahen Gesamtschule noch nicht zu denken. Deshalb bestand eine der Überlegungen darin, die Annastraße von der Heidstraße bis zur Hildener Straße zu öffnen.

Dabei handelt es sich um einen nur drei Meter breiten Weg, der heute täglich von Hunderten von Gesamtschülern sowie von Radfahrern und Fußgängern aus Richrath-Nord, die ins Zentrum des Ortsteils wollen, benutzt wird. Zudem ist seit einem knappen Jahr die große Eigenheim-Siedlung Dorotheenstraße fertig und zum guten Teil bezogen. Die Bewohner haben Zugang zum "Annastraßenweg".

Anwohner sind gegen die Öffnung der Annastraße

Christiane Kempkes und Bernd Scheer als Anwohner der Heidstraße trugen ihre Bedenken gegen die Öffnung der Annastraße vor. "Eine Freigabe dieses Fuß- und Radweges für den allgemeinen Verkehr stellt unseres Erachtens eine massive Gefährdung der Kinder, Schüler und Anwohner dar."

Deshalb fordern vom Stadtrat, dass die Annastraße "weiterhin und auf Dauer als Fuß- und Radweg erhalten bleibt und nicht, wie im Verkehrsleitplan vorgesehen, für den allgemeinen Verkehr freigegeben wird."

Honskamp räumt ein, es dürfte äußerst schwierig werden, den Verkehr über Anna- und Heidstraße zu leiten. Es handele sich lediglich um eine Option, die man sich offen gehalten habe.

Bernhard Baer (SPD), Vorsitzender des Ausschusses, empfahl, das Problem im neuen Rat zu behandeln. Er stellte die Frage, ob es noch zeitgemäß sei, eine Öffnung der Annastraße in die Überlegungen mit einzubeziehen.

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