Im kommenden Herbst könnten die Bauarbeiten für das ehrgeizige Projekt beginnen. Es fehlen nur noch die letzten Genehmigungen aus Düsseldorf.

Bauprojekt
Das futuristische Modell für den Rheinanleger könnte in drei Jahren Realität werden. Grafik: Rheinland

Das futuristische Modell für den Rheinanleger könnte in drei Jahren Realität werden. Grafik: Rheinland

Das futuristische Modell für den Rheinanleger könnte in drei Jahren Realität werden. Grafik: Rheinland

Monheim. Seine Präsentation auf der Rheinkonferenz hatte sich Michael Kraus dann doch etwas anders vorgestellt. Als der Leiter der Bauaufsicht auf der sich mit „Zukunftsfragen und Perspektiven der Raumentwicklung am Rhein“ befassenden Konferenz

die Idee des Rheinanlegers vorstellen wollte, stand eigentlich alles bereit – nur die Zuhörer fehlten. Die waren nämlich gerade mit Workshops beschäftigt. So fiel Kraus’ Vortrag aus, was er als „sehr bedauerlich“ empfand.

„Ich hätte auf der Konferenz gern vorgestellt, dass mit der Natur im Einklang stehende Bauprojekte am Rhein durchaus möglich sind, wenn sie intelligent gemacht sind“, sagte Kraus gestern, der die Organisation der Konferenz in diesem Punkt als „flop“ bezeichnete. Ansonsten scheint in puncto Rheinanleger aber alles glattzulaufen. Schon im kommenden Herbst könnten die Bagger rollen.

Bis dahin benötigen die Planer nur noch die wasserrechtliche Genehmigung der Bezirksregierung und die Baugenehmigung der Stadtveraltung. An der zweiten sollte es aber nicht scheitern: „Sobald die zuständigen Experten bei der Bezirksregierung die Prüfung abgeschlossen haben, werden wir die Baugenehmigung zeitnah erteilen. Dann könnte es losgehen“, freute sich Kraus. Damit wird er endlich einen Haken an das Kapitel Rheinanleger machen, das ihn und die gesamte Stadtverwaltung bereits seit zehn Jahren beschäftigt.

Zehn Jahre lang wurde nur geplant, aber nicht gebaut

Schon 2001 gab es erste Überlegungen, der Rheinpromenade ein neues Gesicht zu verleihen. An der Anlegestelle der ehemaligen Raffinerie sollte ein 110 Meter langes und 14 Meter hohes Bürogebäude entstehen, das auch Platz für einen Gastronomiebetrieb gehabt hätte. Diskutiert und umgeplant wurde seitdem viel, nur gebaut wurde nicht.

Seit zehn Jahren ist das Thema im Gespräch. Zunächst sollte ein Bürogebäude mit Gastronomie gebaut werden, dann ein Hotel, mittlerweile steht wieder ein futuristisches Bürogebäude mit Gastronomiebetrieb und Aussichtsplattform zur Debatte.

 

 

Die Planer legen Wert auf ihre Naturverbundenheit. In das Gebäude wird ein Strömungswasserwerk integriert. Außerdem soll Energie aus Erdwärme und Solaranlagen erzeugt werden. Geplant ist, dass die dann auch ins Netz eingespeist wird.

Nun scheint es vorbei zu sein mit dem ständigen Hin und Her, mit verworfenen Ideen und Änderungen. „Wir liegen voll im Zeitplan. Sobald wir die fehlenden Genehmigungen bekommen haben, legen wir los“, bestätigte auch Rainer Kohl, Geschäftsführer beim Projektentwickler Rheinland, am Montag auf Nachfrage. Derzeit sei sein Büro dabei, alle Vorbereitungen zu treffen, damit im kommenden Jahr gebaut werden kann. Passiert das wirklich, soll das futuristische Bauwerk 2013 endgültig fertig sein.

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