Peto hat die Forderungen nach Proberäumen neu belebt. Die Stadt nennt erste Möglichkeiten. Musiker sind skeptisch.

Beispiel Bananafishs: Die Monheimer Gruppe musste zu ihrer aktiven Zeit, sie ist seit kurzem getrennt, meist im Schuppen eines Mitglieds proben. Proteste von Nachbarn waren vorprogrammiert.
Beispiel Bananafishs: Die Monheimer Gruppe musste zu ihrer aktiven Zeit, sie ist seit kurzem getrennt, meist im Schuppen eines Mitglieds proben. Proteste von Nachbarn waren vorprogrammiert.

Beispiel Bananafishs: Die Monheimer Gruppe musste zu ihrer aktiven Zeit, sie ist seit kurzem getrennt, meist im Schuppen eines Mitglieds proben. Proteste von Nachbarn waren vorprogrammiert.

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Beispiel Bananafishs: Die Monheimer Gruppe musste zu ihrer aktiven Zeit, sie ist seit kurzem getrennt, meist im Schuppen eines Mitglieds proben. Proteste von Nachbarn waren vorprogrammiert.

Monheim. Wäre jeder Schrei nach Proberäumen für Bands ein Stein - in Monheim könnte man einen neuen Stadtteil damit bauen. Der Szenetreff Sojus7 an der Kapellenstraße kann den Bedarf allein nicht einmal ansatzweise abdecken. Die Forderung der Nachwuchsmusiker ist nicht neu.

Kürzlich hatte Christian Rulfs, Bassist der legendären Yeti Girls und inzwischen auch schon 40 Jahre, kritisiert: "Die Stadt hat es bei uns nicht kapiert. Und sie kapiert es noch immer nicht: Eine gute Musikszene ist ein riesiges Aushängeschild. Und in Monheim gibt man sich alle Mühe, ein solches positives Image gar nicht erst aufkommen zu lassen." Schließlich würden die Bands abwandern oder aufgeben.

Nun hat Peto einen Vorstoß gemacht. In einem Antrag wurde das Rathaus beauftragt, ein Konzept zur Nutzung städtischer Räume zu erstellen. "Die Herrichtung von Proberäumen für Bands stößt häufig auf Probleme", heißt es unter anderem nun in einer Stellungnahme der Verwaltung.

Das war es also mal wieder? Nein, denn Musikschulleiter Georg Thomanek nennt zumindest erste Möglichkeiten, die Situation zu verbessern.

Umbau von Kellern und ein Nutzungsvertrag müssten her

Vor allem gibt es einen rund 80 Quadratmeter großen Kellerraum in der Realschule. Er verfügt über einen seperaten Eingang von außen. Zwei Bands hätten Platz. Doch der Kostenaufwand für den Umbau samt Toilette wird auf 25.000 Euro geschätzt.

Das an der Friedenauer Straße geplante Haus der Chancen als geballtes Beratungszentrum hätte laut Thomanek im Keller noch einen nicht verplanten Raum. Allerdings wird der Bau erst 2010 fertig. Und dafür müssten noch einmal 10.000 Euro in die Hand genommen werden. Ob die Politik da mitspielt, bleibt ebenso abzuwarten wie die Formulierung eines Nutzungsvertrags mit Bands.

In der Zwischenzeit dürfte so macher Akkord ungeduldig gespielt werden. "Bezahlbare Proberäume hier sind echt Mangelware. Wir brauchen die so schnell wie möglich", fordert zum Beispiel Dennis Otto. Der 21-Jährige ist Ex-Mitglied der Bananafishs.

"Gerüchte darüber, dass die Stadt sich endlich um Proberäume kümmert, gibt es immerwieder mal. Passiert ist bisher nichts. Sollte sich das etwa ändern?", kommentiert es der 19-jährige Thomas Schmickler (Bad Delivery).

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