Winterchaos: Unterrichtsausfall soll an Samstagen nachgeholt werden.

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An der Peter-Ustinov-Gesamtschule war die Stimmung schon besser. Eine Anzeige beim Landesrechnungshof sorgt aktuell für Trubel.

An der Peter-Ustinov-Gesamtschule war die Stimmung schon besser. Eine Anzeige beim Landesrechnungshof sorgt aktuell für Trubel.

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An der Peter-Ustinov-Gesamtschule war die Stimmung schon besser. Eine Anzeige beim Landesrechnungshof sorgt aktuell für Trubel.

Monheim. So manch ein Jugendlicher mag sich derzeit denken: Zu früh gefreut! Denn die Peter-Ustinov-Gesamtschule ist zwar wegen des Schneechaos’ anderthalb Tage früher in die Weihnachtsferien gegangen. Doch die ausgefallenen Unterrichtsstunden sollen nachgeholt werden – wahrscheinlich an Samstagen. „Wir diskutieren das gerade mit Schülern, Eltern und Lehrern. Aber es geht nur um die Frage: Wann? Dass die Stunden nachgeholt werden, ist selbstverständlich“, sagt Rektorin Regina Lingel-Moses.

Schreiben an den Landesrechnungshof

Der Grund für den Unterrichtsausfall war damals nicht unumstritten. Denn während die Stadt als Schulträgerin versicherte, dass trotz Schnee und Eis alle Schulen sicher seien, sah das Lingel-Moses anders. Sie hatte vor allem Angst davor, dass von den verwinkelten Dächern Schneelawinen und Eiszapfen herabstürzen würden. „Die Stadt konnte die Sicherheit der Schüler nicht garantieren. Also musste ich so handeln“, sagt sie. Sie habe das auch mit der Bezirksregierung abgestimmt.

Die Bezirksregierung ist es nun auch, die Lingel-Moses darüber informiert hat, dass es eine Anzeige beim Landesrechnungshof NRW gegeben hat. Das Schreiben liegt der Redaktion vor. Kernpunkt der Beschwerde ist der Unterrichtsausfall. Außerdem heißt es: „Die Eltern wurden zwar über diese kurzfristige Entscheidung informiert, eine Betreuung für den kommenden Tag wurde jedoch nicht angeboten. Die etwa 100 Lehrkräfte der Schule erhielten den Bescheid, sie könnten am 22. Dezember zu Hause bleiben.“ Nicht nur den Schülern seien dadurch Nachteile entstanden. Auch das Land habe finanzielle Nachteile erlitten. Lingel-Moses weist die Kritik einmal mehr zurück mit den Worten: „Jede Stunde wird nachgeholt.“

Die Stimmung in der Gesamtschule war sicher schon besser. Erst Ende November war Zoff nach außen gedrungen. Hintergrund: Jochen Herling ist stellvertretender Schulleiter auf Probe. In der Schule sickerte durch, dass er die Stelle wahrscheinlich nicht endgültig bekommen wird. Das hatte Proteste aus Kollegium und Schülern zur Folge. Die Entscheidung ist noch nicht endgültig gefallen. Aus Kreisen der Bezirksregierung heißt es lediglich: „Ein schwebendes Verfahren. Deshalb kein Kommentar.“ N.J

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