Eine Frau ist die neue Majestät. Kompaniekönig darf sich Rainer Warmbier nennen. Thurid Vieth und Hendrik Klenner haben die Prinzenehre.

Monheim. Alexandra Bruns, die 38-jährige Fleischer-Fachverkäuferin vom Gartzenweg, ist seit Freitagabend die neue Schützenkönigin der Monheimer St.Sebastianer. Ihr zur Seite steht Prinzgemahl Frank.

Vor Beginn der Wettbewerbe hatten Pfarrer Burkhard Hoffmann für Glaube, Polizeioberkommissar Bernd Peters für Sitte und Vizebürgermeister Karl König für Heimat die Ehrenschüsse abgegeben.

Der Königsvogel musste schon sehr bald Federn lassen. Während Werner Kirsten den linken Flügel mit dem zehnten Schuss für sich verbuchen konnte, holte Kommandant Erich Okken mit dem 58. Schuss den rechten Flügel.

Der Kopf ging mit dem 64. Schuss an Heinz Dickerboom. Das Ringen um die Königswürde dauerte bis zum 155. Schuss, mit dem Alexandra Bruns den Rumpf von der Stange holte.

Mit vielen guten Wünschen ließen die Schützen ihre Kollegin hoch leben. "Ein lang gehegter Wunsch von mir ging nun in Erfüllung", sagte die neue Königin in einem WZ-Gespräch. Von Kindesbeinen an ist sie mit dem Schießsport verbunden.

Ihr Vater Horst Caspar Heiden ist der Brudermeister der Monheimer Sebastianer, und ihr Großvater Hans und die inzwischen verstorbene Großmutter Gertrud Heiden waren schon mehrere Male Schützenkönig und -kaiser.

Kompaniekönig der Schelmenturmkompanie, die im fünften Jahr besteht, wurde mit dem 188. Schuss Rainer Warmbier. Er löst damit seinen Vorgänger Stefan Fromke ab. Den linken Flügel holte mit dem 47. Schuss Karl-Heinz Emgenbroich, den rechten Flügel mit dem 95. Schuss Werner Schirpenbach, den Kopf mit dem 98. Schuss Patrick Kriebel. Stolz ließ Kompaniechef Rolf Böelke seine Mannschaft antreten.

Die Jungprinzenwürde der St. Sebastianer errang die 17-jährige OHG-Schülerin Thurid Vieth mit dem 158. Schuss. Mit dem neuen Schülerprinzen Hendrik Klenner (13 Jahre, auf der Peter-Ustinov-Gesamtschule und von Geburt an Mitglied der Monheimer Sebastianer) sowie der neunjährigen Lottenschülerin Hanne Klenner als Pagenprinzessin repräsentieren zwei Geschwister ihre Abteilungen für die nächste Amtszeit.

Auch ehemalige Majestäten griffen zum Gewehr

Ein weiterer Schießwettbewerb war der um den Pokal der Schützenkönige. An ihm konnten alle ehemaligen Majestäten der Monheimer Bruderschaft teilnehmen. Schießmeister Hans Ahlwarth hatte dazu einen Vogel zum Abschuss freigegeben.

Bei guter Beteiligung errang Werner Kirsten den linken Flügel mit dem 40. Schuss. Der rechte Flügel ging an Werner Schmidt mit dem 122. Schuss. Hans Roeloffs war der Glückliche, der mit dem insgesamt 132. Schuss den Vogel kopflos machte.

Nachdem der Rumpf zuvor mit gezielten Schüssen halbiert worden war, gelang es ebenfalls Hans Roeloffs, die noch verbliebene Rumpfhälfte mit einem gezielten Schuss von der Stange zu holen und sich den Pokal der Könige zu sichern.

Einer der Höhepunkte des Schützenfestes, das bei bestem Wetter stattfand, waren die neu angeschafften original bayrischen Schaftböller, die in Berchtesgaden angefertigt wurden und beim Monheimer Schützenfest erstmals zum Einsatz kamen. Alles in allem: ein gelungenes viertägiges Schützenfest.

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