Am Mittwoch wurde der neue Schulhof der Lise-Meitner-Realschule eingeweiht. Kosten: 380.000 Euro. Es ist das letzte Projekt im Rahmen der Förderung des Berliner Viertels.

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Bester Laune waren am Mittwoch die Realschüler, als sie die neuen Spielgeräte testen konnten.

Bester Laune waren am Mittwoch die Realschüler, als sie die neuen Spielgeräte testen konnten.

Anna Schwartz

Bester Laune waren am Mittwoch die Realschüler, als sie die neuen Spielgeräte testen konnten.

Monheim. Sie hüpften und sie schrien, sie tanzten und sie jubelten. Und vor allem strahlten sie um die Wette: die Schüler der Lise-Meitner-Realschule. Denn am Mittwoch war endlich der Tag, auf den sie alle so lange gewartet hatten: der Tag der Einweihung des grundsanierten Schulhofs.

Die Schüler haben jetzt mehr Möglichkeiten, sich zu bewegen

"Vorher war es einfach nur öde hier. Wir konnten fast nichts machen außer in der Gegend herumstehen. Jetzt haben wir viel mehr Möglichkeiten, uns zu bewegen", sagte Jonas stellvertretend für die Klasse 6c. Auch seine Mitschüler Alexandra, Esma, Isabell und Yusuf waren hellauf begeistert: "Wir sind total stolz, jetzt so einen tollen Schulhof zu haben", sagte Isabell und strahlte wie an Weihnachten.

Dieses Strahlen ließen sich Stadt und Land einiges kosten. 380.000 Euro wurden in den Umbau des Schulhofs investiert. 52.000 davon in Spielgeräte: eine Kletteranlage, eine Tischtennisplatte und drei futuristische Jugendsitzgruppen. Auch das Ökologische kommt mit 5000 Euro für 14 Bäume nicht zu kurz. Dazu gibt es eine neue Beleuchtung, 140 Fahrradständer und einen neuen Eingangsweg.

Den Großteil, rund 250.000 Euro, verschlang allerdings die Renovierung des Bodens. 1900 Quadratmeter Pflaster wurden neu gelegt. "Der alte Unterbau war nicht mehr tragfähig, deswegen mussten wir den kompletten Boden austauschen", erläuterte Andreas Apsel, Bereichsleiter Bauwesen. Zwar konnte der ursprünglich geplante, weiche Kunststoffboden unter dem Klettergerüst wegen der unerwarteten Mehrkosten nicht umgesetzt werden, "die günstigeren Holzhackschnitzel, die wir jetzt verwendet haben, sind aber bereits an vielen Schulen Standard", sagte Apsel.

Diese unkomplizierte Art, Probleme zu lösen, freute besonders Schulleiter Norbert Erven, der "die gute Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt und dem Schulamt" lobte. Das sei halt der Vorteil, wenn man in einer relativ kleinen Stadt lebe.

Das Land NRW übernahm 80 Prozent der Umbaukosten

Die Renovierung des Schulhofs war der letzte Teil der großen Wohnumfeldverbesserung des Berliner Viertels. Vor Jahren befand die Landesregierung, das Viertel sei ein "Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf". Zu der Umfeldverbesserung gehörten unter anderem die Neugestaltung von Grünanlagen, Wegen, Müllstandplätzen, Spielbereichen, Außenbeleuchtungen und Treffpunkten sowie die Umgestaltung der Brandenburger Allee und die Renovierung der Schulhöfe der Realschule und des Otto-Hahn-Gymnasiums.

Sichtlich zufrieden war auch Bürgermeister Daniel Zimmermann: "Wir haben eine hohe Landesförderung bekommen. Und das hat sich gelohnt." 80 Prozent der Kosten steuerte Düsseldorf bei, um auch das letzte Teilprojekt der Wohnumfeldverbesserung des Berliner Viertels fertig zu stellen.

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