Mit dem Geld aus Berlin will die CDU einen Radweg am Rhein in Baumberg bauen. Die Grünen setzten vor allem auf Energieeinsparungen. Im Rathaus ist noch unklar, was überhaupt gefördert werden darf.

Der Ausbau unterhalb der „Rheinterrasse“ in Richtung Campingplatz ist allein schon wegen der direkten Strömungskante aufwendig.
Der Ausbau unterhalb der „Rheinterrasse“ in Richtung Campingplatz ist allein schon wegen der direkten Strömungskante aufwendig.

Der Ausbau unterhalb der „Rheinterrasse“ in Richtung Campingplatz ist allein schon wegen der direkten Strömungskante aufwendig.

Stefan Fries

Der Ausbau unterhalb der „Rheinterrasse“ in Richtung Campingplatz ist allein schon wegen der direkten Strömungskante aufwendig.

Monheim. Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Denn die Wunschliste ist lang. Das so genannte KonjunkturpaketII des Bundes macht es möglich. Und Monheims Parteien werden hellhörig. Schließlich gilt es, 3,4 Millionen Euro auszugeben. Der Großteil ist mit 2,7 Millionen an Investitionen in Bildungseinrichtungen gebunden. Für Infrastrukturmaßnahmen wie Straßen bleiben 700 000 Euro. Und da hat die CDU nun eine ganz konkrete Idee: Radwegeverlängerung am Rheinanleger Baumberg in Richtung Campingplatz.

"Wie die Verwaltung uns bestätigte, gibt es bereits konkrete Konzepte, wie dies planerisch umgesetzt werden kann", erläutert der Baumberger CDU-Ortsverbandsvorsitzende Peter Raabe. Man wolle das jetzt intensiv angehen und in den zuständigen Ausschüssen dafür werben.

"Eine konkrete Planung gibt es noch nicht", betont der zuständige Bereichsleiter, Andreas Apsel, im Rathaus. Doch derzeit laufen Verhandlungen mit der Bezirksregierung, den Radweg über ein Förderprogramm des Landes verwirklichen zu können. "Doch das ist ziemlich kompliziert. Es fängt mit den Eigentumsverhältnissen an. Wir wissen noch gar nicht genau, was städtisches Eigentum ist und was nicht", so der Ingenieur.

Einordnung als Bundeswasserstraße

Denn Fakt ist, dass der Bereich des Steilufers unterhalb des Lokals "Rheinterrasse" als Bundeswasserstraße einzuordnen ist. Wie viel der etwa 250 Meter langen Trasse für einen neuen Radweg insgesamt dem Bund gehören, wird derzeit geprüft.

Doch klar ist jetzt schon, dass es im Falle der Realisierung keine herkömmliche Baumaßnahme wird. "Das muss hochwasserfest sein. Und die Tatsache, dass es sich um eine Prallwand handelt, an der die Strömung durch den Rheinknick direkt gegen das Ufer drückt, macht die Sache auch nicht einfacher", erläutert Apsel. Eine Kostenschätzung will er aber noch nicht wagen.

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Währenddessen sehen auch die Grünen im Konjunkturpaket eine Möglichkeit, Geld für Radwege in die Hand zu nehmen. Allerdings will sich Fraktions-Chefin Andrea Stamm dabei mehr auf den Innenstadtbereich konzentrieren.

Denn die Problematik des Steilufers in Baumberg ist der Landschaftsarchitektin bekannt. "So schön der Radweg wäre. Das dürfte sehr teuer werden." Die Grünen fordern außerdem mit Mitteln des Konjunkturpakets eine Sanierung öffentlicher Gebäude zwecks Energieeinsparung.

Wenn am 4.März der Planungsausschuss tagt, kommt garantiert eine Reihe von Prüfaufträgen aus der Politik auf die Verwaltung zu. Kurios: Eigentlich weiß noch niemand, wofür genau das Geld aus Berlin ausgegeben werden darf. Angeblich fließt es nicht für ohnehin schon im städtischen Haushalt eingeplante Projekte. Der Städte- und Gemeindebund prüft derzeit.

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