Der 31-Jährige soll nicht nur Fraktionsvorsitzender werden, sondern wird auch als Chef des CDU-Stadtverbands gehandelt. Markus Gronauer gibt das Amt definitiv ab.

Markus Gronauer kandidiert nicht mehr als Parteichef. (Fotos (2): Archiv / Dirk Thomé)
Markus Gronauer kandidiert nicht mehr als Parteichef. (Fotos (2): Archiv / Dirk Thomé)

Markus Gronauer kandidiert nicht mehr als Parteichef. (Fotos (2): Archiv / Dirk Thomé)

Markus Gronauer kandidiert nicht mehr als Parteichef. (Fotos (2): Archiv / Dirk Thomé)

Monheim. Nun dürften sich auch die letzten Spekulation, wonach Tim Brühland nach der verlorenen Bürgermeisterwahl Monheim wieder verlässt, in Luft auflösen. Denn der 31-Jährige wird den CDU-Fraktionsvorsitz im Stadtrat übernehmen.

Darauf einigte man sich in Reihen der Union. Und damit noch nicht genug. Tim Brühland wird auch noch ganz heiß gehandelt als neuer Stadtverbandsvorsitzender. Er selbst schließt das nicht aus. Letztlich müssten das aber die Mitglieder entscheiden.

Fakt ist: Markus Gronauer, noch Chef der Monheimer CDU, gibt den Posten ab. "Ich werde definitiv nicht mehr kandidieren", sagt der 39-Jährige im WZ-Gespräch. Und er kann sich Tim Brühland gut vorstellen als seinen Nachfolger. Neuwahl ist wahrscheinlich im späten Frühjahr.

Damit geht die 230 Mitglieder zählende CDU konsequent einen neuen Weg. Ein Grund dafür dürfte das Wahldebakel sein. Während Brühland als Bürgermeisterkandidat mit fast 27 Prozent bei sieben Bewerbern noch einen Achtungserfolg aufweisen kann, muss die Partei sich bei einem Minus vom fast 14 auf nun 30 Prozent kritische Fragen gefallen lassen.

"Diese CDU hatte die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Die Einheit fehlte völlig."

Walter Klomp, Monheimer und Kreis-Vorsitzender der Senioren Union

"Mit dem jungen Tim Brühland kann die CDU wieder auf den richtigen Weg kommen. Der große Verlierer der Wahl ist nicht er, dass ist die CDU insgesamt", bekommt die neue Nummer eins der Union Rückendeckung von Walter Klomp. Der Monheimer ist Kreis-Vorsitzender der Senioren Union. Und deren Einfluss ist in der Rheingemeinde mit knapp 330Mitgliedern nicht zu unterschätzen.

Der Griff nach dem Stadtverbandsvorsitz kommt dennoch etwas überraschend. Einige Insider hatten mit einem klaren Nein aus Baumberg gerechnet - der Hochburg Gronauers. Doch nun könnte es gerade Brühland sein, der den parteiinternen Graben zwischen den Stadtteilen schließt. "Er kann da als gebürtiger Wülfrather unbefangen dran gehen. Das ist eine Chance", schätzt es Karl-Heinz Göbel, Monheimer Ortsverbandsvorsitzender, ein.

Für den Juristen Brühland ist die Personalentscheidung eine "längerfristige Weichenstellung". Er hat bereits die nächste Kommunalwahl in fünf Jahren im Blick. "Wir müssen uns auf den Weg machen, wieder stärkste Fraktion zu werden", sagt er. Und der nächste Bürgermeisterkandidat für 2015 soll auch jetzt schon aufgebaut werden. "Natürlich entscheiden auch das letztlich die Mitglieder. Aber mein Signal ist klar: Ich stehe zur Verfügung", redet Tim Brühland gar nicht erst lange um den heißen Brei herum.

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