Die Trasse zur Alfred-Nobel-Straße könnte schon 2010 Realität werden. Aber sie ist nicht unumstritten. Eine Verbindung vom Weidental in Richtung Baumberger Chaussee ist dagegen erst einmal vom Tisch.

Der Blick in Richtung Alfred-Nobel-Straße mit Bayer im Hintergrund: Eine Verbindungsstraße führt schneller zur Autobahn, hat aber Gegner.
Der Blick in Richtung Alfred-Nobel-Straße mit Bayer im Hintergrund: Eine Verbindungsstraße führt schneller zur Autobahn, hat aber Gegner.

Der Blick in Richtung Alfred-Nobel-Straße mit Bayer im Hintergrund: Eine Verbindungsstraße führt schneller zur Autobahn, hat aber Gegner.

Stefan Fries

Der Blick in Richtung Alfred-Nobel-Straße mit Bayer im Hintergrund: Eine Verbindungsstraße führt schneller zur Autobahn, hat aber Gegner.

Monheim. Still ruht der Krämer-See hinter dem "mona mare" in diesen kühlen Tagen. Und wer an seinem West-Ufer entlang geht, der kann sich wahrscheinlich noch nicht wirklich vorstellen, dass dort schon bald Autoverkehr rollen soll.

Doch Plan der Stadtverwaltung ist es tatsächlich, einen Durchbruch zu schaffen. Über die Straße Heide soll es ermöglicht werden, auf die Alfred-Nobel-Straße zu kommen - und damit schneller zu den Autobahnanschlüssen.

Für Bürgermeister Thomas Dünchheim ist das - verbunden mit der Realisierung vom Wohnen am See - eine gute Planung. Für andere Mitbürger ist die Idee schlicht "nicht akzeptabel".

Da sind einmal Anwohner der Claire-Waldoff-Straße im Norden des Krämer-Sees. Die befürchten, dass ihnen die Sicht aufs Gewässer genommen wird, wenn in Richtung Ufer neue Häuser entstehen.

Dünchheim mag den Ärger nicht so recht verstehen. "Jetzt gucken die Leute gegen einen Wall. Der kommt weg." Und er betont, dass ein Wanderweg angelegt werde.

Kleingärtner und Anwohner sind gegen das Projekt

Die Stadtverwaltung plant im Norden (hinter dem "mona mare") und im Westen (jetzige Bürgerwiese und Teile des alten Freibadgeländes) insgesamt etwa 100 Häuser. Die neue Bürgerwiese wäre dann weiter südlich nahe der Alfred-Nobel-Straße. Direkt daran anschließen soll ein Badestrand. Den muss allerdings die Bezirksregierung genehmigen.

Das Planungsrecht für die wohnbebauung ist fast abgeschlossen. Einwände werden in den Rat verwiesen. Der wägt ab und entscheidet. Baubeginn könnte schon 2010 sein.

Dann sind da noch die Kleingärtner vom Verein Grüner Grund. Der Durchbruch zur Alfred-Nobel-Straße geht an den 118 Parzellen vorbei.

"Das ist ein Unding. Dagegen müssen wir uns wehren", gibt sich Martin Belger, Vorsitzender der Kleingärtner, kämpferisch. Wie, weiß der SPD-Ratsherr allerdings noch nicht so recht.

Zwei Fronten gegen ein Projekt müssen allerdings noch nicht automatisch bedeuten, dass sie eine Einheit darstellen. Denn so, wie Belger die Pläne der Wohnbebauung am See nicht grundsätzlich kritisch sieht, so gibt es in der Claire-Waldoff-Straße auch Anwohner, für die eine Stichstraße vorbei an den Kleingärtnern ihren Charme hat.

Wer in Richtung Köln oder auf die A3 muss, der wäre künftig wesentlich schneller.

Möbelhaus-Kunden sollen zügig über die Kreuzung geführt werden

Von der Idee einer weiteren Stichstraße hat sich die Stadtverwaltung allerdings erst einmal verabschiedet: einer Trasse vom neuen Gewerbegebiet Weidental an der Berghausener Straße in Richtung Baumberger Chaussee.

 Dort soll ja auf städtischer Fläche und auf dem Gelände des abgerissenen Steinwerks auf 20000 Quadratmetern ein Markt der Möbelkette Poco errichtet werden. Die Verhandlungen sind auf der Zielgeraden.

Und bei einer Verkaufsfläche von 6000 Quadratmetern wird auch mit Kunden aus Nachbarstädten gerechnet - deshalb die Idee der Stichstraße. Doch die Kosten würden im Millionenbereich liegen.

Und anders als im Süden Monheims müsste zum Beispiel viel Land aus Privatbesitz gekauft werden.

"Auch mit Poco wird es keine Zuspitzung der Verkehrssituation geben. Wer aus Richtung Langenfeld kommt, kann zügig an der Kreuzung auf die Baumberger Chaussee abbiegen", so sieht es Dünchheim.

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