Im Rahmen des Projektes „Hauptstadt des Kindes 2020“ soll der Pyramidenbau Sitz von Musik- und Kunstschule werden. Was fehlt, ist Geld.

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Künstler Heinz Mack erläuterte bei einem Besuch in Monheim im Oktober die Philosophie „seines“ Hauses.

Künstler Heinz Mack erläuterte bei einem Besuch in Monheim im Oktober die Philosophie „seines“ Hauses.

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Künstler Heinz Mack erläuterte bei einem Besuch in Monheim im Oktober die Philosophie „seines“ Hauses.

Monheim. "Hauptstadt des Kindes 2020" - das ist eine gewagte Ankündigung. Ob es in den nächsten elf Jahren tatsächlich Stück für Stück Realität wird, bleibt abzuwarten. Aber die ersten Schritte werden jetzt schon ganz konkret. Denn der Stadtrat wird am Mittwoch ziemlich sicher einem Verwaltungskonzept folgen. Das erinnert ein wenig an Monopoly. Denn es geht um Häuser und um Geld. Letzteres hat Monheim zwar nicht. Aber die Bauwerke sind trotzdem kein reines Wunschdenken.

Das ist einmal das Haus der Chancen an der Friedenauer Straße. Jugendamt und Beratungsstellen für Schwierigkeiten in so ziemlich allen Lebenslagen sollen dort gemeinsam geballte Kompetenz bieten. Baubeginn ist in wenigen Monaten. Die Finanzierung steht.

Erste Gespräche mit einem möglichen Geldgeber

Das kann man bei einem anderen Projekt leider nicht sagen: Haus der Kreativität. Doch die Idee hat reichlich Charme. Denn es geht um den Pyramidenbau in Privatbesitz an der Opladener Straße/Am Wald. Der ist bekanntlich von dem prominenten Künstler Heinz Mack mitentwickelt worden. Und bei einem Workshop der Zukunftswerkstatt im dem Gebäude staunten die Teilnehmer nicht schlecht. Die Architektur ist derart kreativ, dass man fast schon davon angesteckt wird.

Bürgermeister Thomas Dünchheim gab die Marschrichtung aus: "Das muss öffentlich zugängig sein." Zunächst wurde überlegt, die städtische Energietochter Mega dort anzusiedeln. Das ist vom Tisch. Die Mega bekommt einen Neubau im Rheinpark, in den auch eine Privatuni einziehen wird.

Jetzt wird eine andere Idee verfolgt, die eigentlich viel mehr Charme hat: Musik- und Kunstschule sollen dort ihren Sitz haben. Außerdem wird über Band-Proberäume und ein Tonstudio nachgedacht.

Der am 8. März 1931 in Hessen geborene Heinz Mack gilt als einer der Hauptvertreter der Kinetischen Kunst. Es ist eine Ausdrucksform, in der die mechanische Bewegung wichtiger Bestandteil ist. Außerdem für Mack entscheidend: Licht. Und im Monheimer Mack-Haus spielen Lichteinflüsse eine entscheidende Rolle.

Das Bürohaus an der Opladener Straße wurde 1989 gebaut. Es steht seit einigen Jahren leer und ist seit kurzem in Besitz einer Monheimer Gesellschaft.

Das alles klingt gut. Aber wie soll es finanziert werden? Und wenn in einer Vorlage der Verwaltung für den Stadtrat die Rede ist von "Sponsorenmitteln als wesentlicher Grundvoraussetzung zur Realisierung", dann klingt das Haus der Kreativität wie ein Luftschloss. Oder?

"Es hat Gespräche gegeben. Mehr will ich dazu derzeit nicht sagen", ist Dünchheim ungewohnt wortkarg. Doch wie so gemunkelt wird, gibt es tatsächlich zumindest erste Überlegungen eines wohlgesonnenen Monheimers, eine Menge Geld in die Hand zu nehmen. Man darf gespannt sein.

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