Langenfelds Sondersitzung brachte statt Klarheit vor allem neue Verwirrung.

Monheim will – unabhängig von der Entscheidung in der Nachbarstadt – an den Plänen für den Bau von mehreren Windkraftanlagen festhalten.
Monheim will – unabhängig von der Entscheidung in der Nachbarstadt – an den Plänen für den Bau von mehreren Windkraftanlagen festhalten.

Monheim will – unabhängig von der Entscheidung in der Nachbarstadt – an den Plänen für den Bau von mehreren Windkraftanlagen festhalten.

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Monheim will – unabhängig von der Entscheidung in der Nachbarstadt – an den Plänen für den Bau von mehreren Windkraftanlagen festhalten.

Langenfeld/Monheim. Eigentlich sollte die Sondersitzung des Planungsausschusses Klarheit bringen in Sachen Windkraft in Berghausen. Aber das Gegenteil war der Fall. Doch der Reihe nach: Einberufen hatten die Sitzung Grüne und SPD. Sie warfen Bürgermeister Frank Schneider vor allem vor, die Politik nicht rechtzeitig informiert zu haben. Stattdessen habe er Mitte April über die Presse mitgeteilt, dass es keine Windkraftanlagen in Berghausen geben werde. Das könne aber nur der Rat beschließen.

Bürgermeister weist Kritik der Grünen zurück

„Sie haben sich öffentlich von dem Projekt verabschiedet. Das steht ihnen aber gar nicht zu“, kritisierte Günter Herweg (Grüne). „Es ist kein Vorgriff auf den Rat. Aber als Verwaltungschef habe ich das Recht, die Bevölkerung zu informieren“, hielt Schneider entgegen.

Jürgen Brühne (CDU) war der Meinung, die Sitzung sei überflüssig, weil alle Infos bekannt seien. „Ich weiß gar nichts mehr. Hier kommen immer neue Fakten auf den Tisch“, hielt dem Achim Herzig (SPD) entgegen.

Vor allem Stadtwerke-Chef Kersten Kerl sorgte für Verwirrung. „Ein Gutachter sagt mir als Stadtwerker, dass die Windkraft zu machen ist. Das ist gut. Aber als Wasserwerker sage ich: Nein!“ Brisant von Kerl: „Auch die geplante Windkraftanlage in der Schutzzone 3A will ich verhindern.“

Stadtwerke-Chef sorgt für Wirbel in Monheim

Das sorgt für gehörigen Wirbel bei den Monheimern. Denn besagte Anlage ist auf deren Gebiet. Insgesamt drei der fünf ursprünglich angedachten Windräder will die Rheingemeinde betreiben. Bisher sollte es gemeinsam mit Langenfeld geschehen.

„Die Anlage in der 3a-Zone ist aus heutiger Sicht realisierbar. Und auch als einziges Windrad dort ist es wirtschaftlich. Wir halten auf jeden Fall daran fest“, sagt ein von Kerls Aussagen doch ziemlich irritierter Udo Jürkenbeck, Geschäftsführer der Monheimer Energie-Stadttochter Mega.

Perfektes Chaos: Kersten Kerl teilte im Ausschuss mit, dass ein endgültiges Gutachten der fünf geplanten Anlagen erst im Juni vorliegen wird.

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