Jeden Montag treffen sich die Mitglieder des Bridge-Clubs Monheim im Quartier 29 am Ernst-Reuter-Platz, um ihrer Kartenleidenschaft zu frönen.
Jeden Montag treffen sich die Mitglieder des Bridge-Clubs Monheim im Quartier 29 am Ernst-Reuter-Platz, um ihrer Kartenleidenschaft zu frönen.

Jeden Montag treffen sich die Mitglieder des Bridge-Clubs Monheim im Quartier 29 am Ernst-Reuter-Platz, um ihrer Kartenleidenschaft zu frönen.

Anna Schwartz

Jeden Montag treffen sich die Mitglieder des Bridge-Clubs Monheim im Quartier 29 am Ernst-Reuter-Platz, um ihrer Kartenleidenschaft zu frönen.

Monheim. Für ein Turnier mit Spielkarten haben sich im "Quartier 29" am Ernst-Reuter-Platz insgesamt 52 Damen und Herren an quadratischen, sauber mit grünem Filz belegten Tischen verteilt.

Sie wollen Bridge spielen, in Vierergruppen, jeweils zwei Paare gegeneinander. Die meisten Bridge-Spieler sind älter als 40Jahre, tragen der Jahreszeit entsprechend feine, dezent farbige Strickjacken oder Pullover.

Stapelbare Kunststoffbretter, "Boards" genannt, stehen auf den Tischen, enthalten in Aussparungen für die Spieler vorsortiert die Karten für jedes Spiel. Nach der Partie legen alle ihre Karten in die Behälter zurück, dann wird gewechselt. Es ist wie ein Ballett, und die Choreographie sorgt dafür, dass jedes Kartenspiel im Laufe des Abends von jedem Paar gespielt wird.

Ist die Neugier erst einmal geweckt, müssen Anfänger viel lernen

Uta Wiesen kam zum Bridge, als sie vor fünf Jahren in ihrem Tennisclub einige Spieler mit den Karten beobachtete. "Das sah so interessant aus", erzählt sie. Ist die Neugier erst einmal geweckt, müssen Anfänger viel lernen, bevor der Spaß losgehen kann. Wie beim Tanzen führt der Weg erst einmal in einen Kurs.

"Zwei Jahre habe ich bei der VHS gelernt", erzählt Wiesen. Danach traute sie sich an Spiele im kleinen Kreis heran. Wer möchte, geht einen langen Weg weiter bis zu großen Turnieren. So mag das Vorurteil entstanden sein, Bridge sei ein Spiel für alte Tanten. Aber es ist so abwechslungsreich und fordernd, dass ein Spieler alt wird, bevor er es richtig kann.

Bridge ist ein Spiel für vier Personen in zwei Paaren. Verwendet werden 52 Karten, französisches Bild ohne Joker - wie bei Rommé oder Canasta. Die Farben werden Pik, Coeur (Herz), Karo und Treff genannt. Der Spielablauf gliedert sich in das Bieten und das anschließende Abspielen der Karten. Ziel ist es, möglichst viele Stiche zu machen und das beim Bieten abgegebene Gebot zu erfüllen. Die Gebote werden nicht laut ausgesprochen, sondern mit kleinen Pappkärtchen ausgelegt. Für die Kärtchen hat jeder Spieler eine Box auf dem Tisch stehen.

Im Bridge-Club Monheim spielen regelmäßig 72 Kartenfreunde. Gäste kommen aus Langenfeld, Solingen und Hilden. Clubturniere sind wöchentlich um 18.30 Uhr im Quartier 29, Ernst-Reuter-Platz.

Ab Herbst bietet die Volkshochschule Langenfeld wieder Kurse im Bridge an.

Ansprechpartnerin für den Bridge-Club Monheim ist Elfi Ginster, Telefon 54714.

Wo ist mein Wasserglas? Diese Frage ist typisch für ein Bridge-Turnier, denn immer nach ein oder zwei Spielen, so wie der Spielplan es vorsieht, wechseln alle Spieler die Tische. Da kann die Übersicht schon einmal verloren gehen, zumal alle ans Spielen denken, und die meisten das gleiche Getränk trinken. Alkoholisches würde viel zu müde machen. Die Getränke holen sie sich selbst an der Theke, denn Kellner kämen nicht zurecht.

Eine Bridge-Begeisterte aus Übersee brachte das Spiel mit an den Rhein

In Monheim wird regelmäßig Bridge gespielt. Die Geschichte des Bridge-Clubs reicht 17 Jahre zurück. Damals war eine Karten-Begeisterte aus Übersee an den Rhein gezogen und suchte Spielpartner.

Sie fragte in der Apotheke nach und wurde an Elfi Ginster verwiesen, die einige Jahre in Langenfeld gespielt hatte. Bald war der heute noch bestehende Kern der Monheimer beisammen. Heute wissen Bridge-Spieler in der ganzen Region: Montags wird in Monheim gespielt.

Am Ende des Turniers berechnet ein Laptop die Gesamtplatzierung für alle Spieler. Zu jedem Board, zu jedem Spiel gibt es deshalb einen Zettel, auf den die Spieler die Ergebnisse eintragen. Nach fünf Stunden und 30 Spielen erhalten die Besten des Club-Turniers als Preis ein Fläschchen Sekt.

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