Während die städtische Wirtschaftsförderung ein großes Geheimnis daraus macht, bestätigt das Unternehmen Poco „sehr großes Interesse“ an Monheim.

Monheim. Es geht doch nichts über Geheimnisse, die den Alltag spannender machen. Und ein ganz großes Geheimnis macht die städtische Wirtschaftsförderung daraus, welches Möbelhaus an die Baumberger Chaussee kommt. Dabei nennt Bürgermeister Thomas Dünchheim als Spatenstich bereits den Sommer.

Doch wer macht diese Millionen-Investition? Die Antwort klingt für Monheimer Ohren erst einmal ungewöhnlich: Poco. Im Raum Düsseldorf gibt es die Kette noch gar nicht.

"Es sieht sehr gut aus. Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren", bestätigt Jürgen Hildebrand, Expansionsleiter der Möbelhauskette. Man wolle auf 6000 Quadratmetern verkaufen. Hinzu kommen 4500 Quadratmeter Abhollager. 150 Parkplätze sind geplant. Hildebrand spricht außerdem von 70 Arbeitsplätzen.

Nicht bestätigen mag der Expansionsleiter allerdings einen Baubeginn im Sommer. "Das ist dann doch zu früh. Wir sind schon ziemlich schnell. Aber das ist dann wohl doch einige Monate zu früh. Der Vertrag ist ja auch noch nicht unterschrieben."

Die Kunden erwartet bei Poco aber nicht nur Möbel. "Das ist zwar unser Kernsortiment. Aber wir haben auch so ziemlich alles andere, was zur Wohnungseinrichtung gehört. Das reicht vom Bodenbelag bis zur Beleuchtung", erläutert Hildebrand.

150Kundenparkplätze sind geplant

Der Name Poco steht für Pohlmann & Co. Der Möbel-Discounter wurde 1989 im westfälischen Bergkamen gegründet. Bis 2007 gab es bereits 25 Filialen. 2007 wurden die deutschen Domäne-Häuser übernommen. Der Kette gehören nun 83 Märkte an.

Das Unternehmen hat Filialen in ganz Deutschland. In der Region sind Standorte in Köln, Wülfrath und Wuppertal. Im Raum Düsseldorf ist Poco bisher noch nicht vertreten.

Expansionsleiter Jürgen Hildebrand nennt es "Preiseinstieg". Gemeint sind Möbel, die bereits billig zu haben sind.

Insgesamt sind an der Baumberger Chaussee knapp 22000Quadratmeter zur Vermarktung vorhanden. Gut die Hälfte davon ist im Besitz der Firma Sassmannshausen. Die hat ihr Steinwerk dort abgerissen. Die städtische Wirtschaftsförderung vermarktet auch im Auftrag des Unternehmens. Und wenn Poco kommt, dann ist der Großteil des Areals damit gefüllt. Denn die 150Kundenparkplätze brauchen auch ihren Raum.

Mit der greifbar nahen Ansiedlung von Poco wird auch eine andere Lücke geschlossen: ein großes Möbelhaus. Das fehlt bisher in Monheim. Und den Erfolg kann sich dann die städtische Wirtschaftsförderung zu Recht auf die Fahnen schreiben.

Bei Poco geht man übrigens davon aus, dass nicht nur Monheimer den Weg in die Filiale finden. "Ein Einrichtungshaus dieser Art gibt es auch in den umliegenden Städten nicht", sieht es Expansionsleiter Hildebrand.

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