Unentwegt prasselte der Regen auf die Besucher herab. Die Stimmung war trotzdem gut.

Die Monheimer nahmen den verregneten Sonntag gelassen. Auch Frederike Mohr, die im Gänsekostüm Weckmänner an die Kinder (hier an den sechsjährigen Niklas) verteilte, hatte irgendwann nasse Füße.
Die Monheimer nahmen den verregneten Sonntag gelassen. Auch Frederike Mohr, die im Gänsekostüm Weckmänner an die Kinder (hier an den sechsjährigen Niklas) verteilte, hatte irgendwann nasse Füße.

Die Monheimer nahmen den verregneten Sonntag gelassen. Auch Frederike Mohr, die im Gänsekostüm Weckmänner an die Kinder (hier an den sechsjährigen Niklas) verteilte, hatte irgendwann nasse Füße.

Anna Schwartz

Die Monheimer nahmen den verregneten Sonntag gelassen. Auch Frederike Mohr, die im Gänsekostüm Weckmänner an die Kinder (hier an den sechsjährigen Niklas) verteilte, hatte irgendwann nasse Füße.

Monheim. Von der goldenen Jahreszeit war am Sonntag nicht viel zu sehen. Stattdessen zeigte sich der Herbst zum 16. Martinsmarkt von seiner fiesen Seite. Die Monheimer nahmen es gelassen und trotzten unter Schirmen dem schlechten Wetter.

Die Baumberger Coverband "Secondhand" gab auf der Bühne am Rathaus ihr Bestes. Sie holte das Publikum erst einmal nah an den Bühnenrand - "Hier ist es wärmer!" - und stieg mit "Summer of ’69" in ein buntes Programm voller altbekannter wie bewährter Stimmungsgaranten ein. Und das funktionierte: Bei "Country Roads" von John Denver begannen die Füße zu wippen, bei "Major Tom" waren die ersten Stimmen zu hören, die enthusiastisch mitsangen.

"Klar, es ist schade, dass es so nass ist. Aber gut ist das Fest trotzdem."

Nadine Wetzel, Besucherin des Martinsmarktes

"Es gibt ja nur schlechte Kleidung, kein schlechtes Wetter", zitierte Besucher Martin Herold ein Sprichwort, das an diesem Tag gut passte. Nicht nur Herold war in Regenjacke, Kapuze und wasserfeste Schuhe gehüllt: Sogar der eine oder andere Hund war mit einem Regenmäntelchen wetterfest ausgestattet worden. "Die Musik ist super und sorgt auf jeden Fall für Stimmung. Natürlich wäre es schöner, wenn das Wetter wie im vergangenen Jahr mitspielen würde. Spaß kann man aber auch so haben", war Martin Herold überzeugt.

Auch die Laune von Hannah ließ sich durch ein bisschen Regen nicht trüben: Mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht kletterte die Dreijährige auf das Kinderkarussell. "Klar, es ist schade, dass es so nass ist. Aber gut ist das Fest trotzdem", sagte auch Mutter Nadine Wetzel.

Nicht nur das Karussell sorgte für freudige Gesichter bei den jüngsten Besuchern: Moni, die Gans, war unterwegs auf der Alten Schulstraße, der Krischer- und Heinestraße. Unter dem Kostüm verbarg sich Frederike Mohr. "Ich hab zwar nasse Füße", sagte die 16-Jährige mit einem sorgenvollen Blick auf ihre dünnen Turnschuhe. "Aber unter dem Gänsekostüm ist es wenigstens warm."

Frederike Mohr im Gänsekostüm: Sie musste ständig für Fotos posieren

Treffpunkt Monheim am Rhein und die Werbegemeinschaft Rathaus-Center haben am Sonntag den 16. Martinsmarkt veranstaltet. Von 13 bis 18 Uhr luden die geöffneten Geschäfte zu einem Einkaufsbummel ein, und auf der Krischerstraße hatten Trödler ihre Stände aufgebaut. Vereine und Institutionen waren mit Infoständen, die Monheimer Schützen gar mit einem Schießstand vertreten.

Auf der Bühne am Rathaus war für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt worden: So sang unter anderem der Chor der Astrid-Lindgren-Schule, nachmittags wurden Laternen prämiert.

Als Maskottchen von Treffpunkt Monheim, der gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Rathaus-Center den Markt organisiert hatte, schlenderte sie zwischen den Ständen und Geschäften her und verteilte kostenlose Weckmänner an die Kinder. "Die ganz Kleinen haben immer erst etwas Angst vor mir. Das ändert sich aber meistens, wenn ich ihnen einen Weckmann hinhalte", erzählte Frederike lachend.

Seit 11 Uhr war sie bereits in der City unterwegs - und schon für viele Familienfotos dazugebeten worden.

Nicht weniger Aufmerksamkeit erhielt die Monheimer Feuerwehr: Die ausgefahrene Drehleiter war schon von Weitem zu sehen. "Wir zeigen einige Vorführungen, erzählen von unserer Arbeit und möchten natürlich gerne neue Mitglieder werben", sagte Brandinspektor Nils Hupperts. "Bei dem Wetter waren wir allerdings noch nicht besonders erfolgreich."

Das Gleiche konnte Monika Wendling von sich behaupten. Die Monheimerin hatte wie viele andere einen Flohmarktstand auf der Krischerstraße aufgebaut. Von Kitsch, Kunst und Kuriosem war jedoch unter schützenden Regenplanen kaum etwas zu erkennen.

Als Belohnung lockten eine heiße Erbsensuppe und Glühwein

"Ich bin seit heute morgen hier. Es läuft sehr schleppend", sagte Monika Wendling. "Das habe ich mir schon etwas anders vorgestellt. Aber ich werde noch bis 17 Uhr ausharren. Wenn schon, denn schon", sagte sie entschlossen - als Belohnung lockten schließlich wärmende Erbsensuppe und der erste Glühwein des Jahres.

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