Gegen die Stimmen von FDP und Linke wurde am Dienstagabend der Haushalt verabschiedet. Beim Ulla-Hahn-Haus gingen die Meinungen in Sachen Sanierung einmal mehr auseinander.

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Schriftstellerin Ulla Hahn (hier bei einer Lesung im Spiegelzelt) ist in einer der beiden Doppelhaushälften an der Neustraße aufgewachsen.

Schriftstellerin Ulla Hahn (hier bei einer Lesung im Spiegelzelt) ist in einer der beiden Doppelhaushälften an der Neustraße aufgewachsen.

Schriftstellerin Ulla Hahn (hier bei einer Lesung im Spiegelzelt) ist in einer der beiden Doppelhaushälften an der Neustraße aufgewachsen.

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Schriftstellerin Ulla Hahn (hier bei einer Lesung im Spiegelzelt) ist in einer der beiden Doppelhaushälften an der Neustraße aufgewachsen.

Monheim. Das war es nun also: Der Haushalt ist am Dienstagabend mehrheitlich gegen die Stimmen von FDP und Linke verabschiedet worden. Viel Spielraum gab es nicht. Die Verwaltung hatte einen Streichkatalog beziehungsweise Einahmeerhöhungen von 800.000 Euro vorgeschlagen.

Politisch abgesegnet sind nun rund 600.000 Euro. 105 Millionen Euro Schulden hat Monheim derzeit. Hinzu kommt ein aktuelles Defizit von 21 Millionen.

Die Kommune hat kaum noch Handlungsspielraum. Um so kontroverser wurde am Dienstagabend bei den Haushaltsreden noch einmal das Projekt Ulla-Hahn-Haus diskutiert. Denn für die Sanierung des Elternhauses der Schriftstellerin sollen trotz des Schuldenberges 200.000 Euro fließen.

Daran geknüpft sind dann noch einmal 200.000 Euro Landesmittel, um das Doppelhaus zu einem Treff der Sprachförderung zu machen. Die Politik hatte die Mittel aus Düsseldorf bereits im Haupt- und Finanzausschuss zur Bedingung gemacht.

200.000 Euro Landesmittel sollen erst einmal sicher sein

"Eine weitere wichtige Säule zur Verbesserung der Bildungschancen für Kinder", urteilt weiterhin Peto-Fraktionsvorsitzende Lisa Riedel. Sie betont außerdem, dass durch die Sanierung des bereits in städtischem Eigentum befindlichen Gebäudes der Wert gesteigert werde. Und durch die Landesmittel mache man sogar noch einen Gewinn.

"Jeder weiß um die Wichtigkeit dieses Projektes. Es geht allein um die Frage, ob die Stadt in der Lage ist, einen sechsstelligen Betrag zu investieren oder ob man es zumindest vorläufig in frei werdenden städtischen Räumen realisiert", hält CDU-Fraktionschef Tim Brühland dagegen.

"Völlig außer Frage steht der Grundgedanke der Sprachförderung. Es muss jedoch gestattet sein, die Notwendigkeit einer Investition von mindestens 200.000 Euro in Frage zu stellen", legt SPD-Frontfrau Ursula Schlößer nach. "Weniger Geld für die Hülle, mehr Wertschätzung für den Inhalt", tendiert Grünen-Sprecherin Andrea Stamm in eine ähnliche Richtung. Sie schlägt vor, das Projekt auch räumlich mehr an Mo.Ki (Monheim für Kinder) anzubinden.

Die Stadt soll nun erst einmal ein detailliertes Sanierungskonzept und die Zusage auf Landesmittel vorlegen.

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