Am alten Fährhaus Piwipp soll wieder eine Fähre verkehren. Am Montag wurde eine Anlegestelle aus Düsseldorf angeliefert.

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Der Verein „Piwipper Böötchen“ will den Fährbetrieb zwischen Monheim und Dormagen neu beleben. Hinter dem Aalschokker ist das alte Fährhaus Piwipp zu sehen.

Der Verein „Piwipper Böötchen“ will den Fährbetrieb zwischen Monheim und Dormagen neu beleben. Hinter dem Aalschokker ist das alte Fährhaus Piwipp zu sehen.

Anna Schwartz

Der Verein „Piwipper Böötchen“ will den Fährbetrieb zwischen Monheim und Dormagen neu beleben. Hinter dem Aalschokker ist das alte Fährhaus Piwipp zu sehen.

Monheim. Der Schritt zur Wiederbelebung eines alten Stücks lokalkultureller Identität wurde am Montag per Schwertransport getan. Aus Düsseldorf wurde das 24 Meter lange Stück gebracht, dass nötig ist, um die historische Fährverbindung zwischen Monheim und Dormagen wieder aufleben zu lassen: ein sogenannter Steiger, eine Anlegestelle.

Die Stadt Düsseldorf überlässt dem Verein den Steiger kostenlos

"Ab 19 Uhr sind die Straßen für den Transport freigegeben. Wir rechnen damit, dass er gegen 20 Uhr am alten Fährhaus Piwipp eintrifft", sagt Emil Drösser, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins "Piwipper Böötchen" am gestrigen Nachmittag voller Vorfreude. Denn der Verein kann den alten Steiger kostenlos von der Stadt Düsseldorf übernehmen. "Wir tragen nur die Transportkosten in Höhe von rund 7000 Euro. Der Steiger lag im Wasser des Hafenbeckens an der Fringsstraße und wurde nicht mehr genutzt. Früher legten dort große Schiffe an, jetzt sollte er verschrottet werden", erzählt Drösser.

Bürgermeister Daniel Zimmermann reagierte und fragte bei Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers an, ob das sanierungsbedürftige Stück nicht dem Förderverein überlassen werden könne. Drösser: "Wir haben erst am Freitag erfahren, dass das klappt. Wir können ihn allerdings nicht direkt ins Wasser lassen. Der Steiger muss von Ingenieuren überprüft werden. Anschließend werden wir ihn zu großen Teilen neu sandstrahlen - in Eigenarbeit." Was das kosten wird, kann er noch nicht überblicken. Er rechnet jedoch damit, dass die Anlegestelle im Oktober zu Wasser gelassen werden kann.

Der Betrieb soll voraussichtlich 2011 aufgenommen werden

Zukünftig soll dann ein Fährboot den Betrieb aufnehmen und am neuen alten Steiger anlegen. Ein renovierungsbedürftiges Boot wurde bereits gefunden. Dem Verein liegt die Zusage der Zulassungsbehörde vor, dass es bei entsprechendem Ausbau für den Fährdienst geeignet ist. Drösser: "Wir gehen davon aus, dass der Betrieb im kommenden Jahr aufgenommen werden kann."

Der Verein verfolgt gemeinnützige Zwecke und will die Fährverbindung zwischen Monheim und Dormagen wiederbeleben. Für das Boot sowie zwei Anlegestellen rechnet der Verein mit Gesamtkosten in Höhe von 150 000 Euro.

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