Beim Open-Air-Festival gab es zum Schluss noch einen Überraschungsgast, der die letzten Feier-Kräfte mobilisierte.

Bei perfektem Festival-Wetter herrschte auf der Bürgerwiese entspannte Atmosphäre – aber zu später Stunde wurde auch ordentlich getanzt.
Bei perfektem Festival-Wetter herrschte auf der Bürgerwiese entspannte Atmosphäre – aber zu später Stunde wurde auch ordentlich getanzt.

Bei perfektem Festival-Wetter herrschte auf der Bürgerwiese entspannte Atmosphäre – aber zu später Stunde wurde auch ordentlich getanzt.

Dirk Thomé

Bei perfektem Festival-Wetter herrschte auf der Bürgerwiese entspannte Atmosphäre – aber zu später Stunde wurde auch ordentlich getanzt.

Monheim. "Alles was zählt, ist nur der letztes Augenblick. Ich schau dich an und weiß, du willst nicht mehr zurück." Auch nach elf Stunden Festival singt noch ein harter Kern der Besucher kräftig mit.

Dabei war der besondere Gast des dritten Rhein Rock Open-Air für viele eine Überraschung: Erst kurz vorher war bekannt gegeben worden, dass nach dem Headliner "Peilomat" noch die Langenfelder Band "Planet Kola" auftritt - die zu großen Teilen aus Mitgliedern der bekannten Band "Twanger" besteht.

Mit neuem Sänger, der mit seiner Gänsehaut erregenden Stimme bei so manch einem Besucher fast Tränen hervorrief, spielte das Quartett mit altbekannten sowie neuen Songs einen gelungenen Abschluss eines Festivaltages.

Begonnen hatte alles um 14 Uhr am Samstagmittag auf der Baumberger Bürgerwiese: Knapp zwei Stunden später versammeln die Düsseldorfer Jungs der Alternativrockband "Daily Peace Projekt" ordentlich Fans vor der Bühne und es gelingt ihnen, die Besucher zum Pogen, dem bei dieser Musik üblichen Tanz, zu animieren. Zur Belohnung gibt es Zugabe-Rufe.

"Ich finde die Band total klasse."

Besucher Fabian Hohmann über "Destination Anywhere" aus Siegen.

Als ein Überraschungs-Highlight entpuppt sich "Destination Anywhere". Da die Band aus Siegen kommt, sieht es vor der Bühne zwar nicht ganz so voll aus, doch mit ihrer Mischung aus Ska, Punk, Pop und Rock begeistern sie so manchen Besucher: "Ich finde die Band total klasse, obwohl ich sie noch nie gesehen habe", urteilt Festival-Besucher Fabian Hohmann (28) während des Auftrittes. "Der Frontsänger hat einfach eine dermaßen gute Bühnenpräsenz", fügt Steffen Knigge (21) hinzu. Es folgen lokal bekannte Formationen wie "Pregnant" oder "Epilirium", ehe sich der Tag allmählich seinem Ende entgegen neigt.

Das Rhein Rock fand zum dritten Mal statt.

Bereits im Vorverkauf wurden etwa 450 Karten verkauft, an der Abendkasse noch einmal 100 weitere.

Das feste Organsisationsteam bestand aus etwa 10 Leuten, das Helferteam selbst aus etwa 70.

11 Bands traten auf und spielten elfeinhalb Stunden.

In den ersten Reihen vor der Bühne stehen nun überwiegend männliche Besucher. Der Grund ist die Österreichische Rockband "Revolving Door", in der zur Abwechslung unter anderem drei Mädels mitmischen. Die Sängerinnen Lisa und Wiebke wissen, wie sie mit ihrem Publikum umzugehen haben. "Das ist mein absolutes Highlight heute", sagt Sebastian Wagner (23), der ganz vorne steht.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit spielt der Headliner "Peilomat" zwar vor nicht mehr ganz so vielen Leuten, doch man merkt der Poprock-Kombo an, dass sie bereits alte Hasen im Musikbusiness sind. Die Besucher machen La-Ola-Wellen, singen mit und fordern eine Zugabe nach der nächsten.

Letzte Kräfte mobilisieren für "Planet Kola"

Wie gut, dass es noch den Überraschungsgast gibt, bei dem so manch tanz- oder singwütiger Gast nochmal richtig loslegen kann.

Nach knapp zwölf Stunden Livemusik und elf Bands auf zwei Bühnen verwandelt sich das Festivalgelände Dank vieler helfender Hände schließlich zurück in die Baumberger Bürgerwiese.

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