Als erste Stadt im Kreis soll in Monheim ein Qualitätssiegel für barrierefreie Geschäfte eingeführt werden. Das soll Senioren, aber auch jungen Familien helfen.

Dieses Logo zeichnet barrierefreie Geschäfte aus.
Dieses Logo zeichnet barrierefreie Geschäfte aus.

Dieses Logo zeichnet barrierefreie Geschäfte aus.

Sich gut orientieren und steile Treppen überwinden zu können – das ist für ältere wie auch für junge Monheimer wichtig.

Handelsverband, Bild 1 von 2

Dieses Logo zeichnet barrierefreie Geschäfte aus.

Monheim. Eine orangefarbene Einkaufstasche auf Rollen - wenn es nach der Senioren-Union geht, ist Monheim die erste Stadt im Kreis Mettmann, die mit einem solchen Logo für besonders generationenfreundliches Einkaufen wirbt.

Das bundesweite Emblem zeichnet Geschäfte aus, bei denen der Einkauf für Menschen im Rollstuhl, für Sehbehinderte und Familien mit Kinderwagen gleichermaßen barrierefrei möglich ist.

Aus Sicht von Harald Senft, Chef der Senioren-Union, gibt es da in Monheim noch viel zu tun: "Manche Geschäfte sind nur über Stufen zu erreichen und haben kein Geländer zum Festhalten." Auch zu schmale Eingänge würden Rollstuhlfahrern zu schaffen machen.

"Manchmal sind es aber auch nur Kleinigkeiten, die stören. Zum Beispiel, wenn Waren so eng gestellt sind, dass man schlecht durchkommt, oder Preisschilder zu klein geschrieben sind", sagt Senft.

Die Seniorenunion beschäftigt sich schon länger mit dem Thema

Nun möchte die Senioren-Union die hiesigen Einzelhändler dazu motivieren, Barrieren aus dem Weg zu schaffen und besonders vorbildliche Geschäfte auszeichnen.

Und da kommt das Logo ins Spiel. Entwickelt wurde es vom Handelsverband Deutschland - einer Interessensvertretung des Deutschen Einzelhandels - und der Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter" des Bundesfamilienministeriums. Es wird an Geschäfte verliehen, die einen Prüfkatalog mit 58Punkten erfüllen (siehe Kasten).

Die Senioren-Union beschäftigt sich seit längerer Zeit mit dem Thema generationenfreundliches Einkaufen und ist dabei auf die rollende Einkaufstasche gestoßen.

"Wir haben erfahren, dass der Rheinische Einzelhandels- und Dienstleistungsverband das Logo in unserer Region vergibt und Kontakt aufgenommen", erklärt Senft. Dort habe man erfahren, dass Monheim die erste Stadt im Kreis Mettmann wäre, deren Geschäfte mit der rollenden Einkaufstasche versehen werden.

In Solingen und Leverkusen prangt das orangefarbene Logo bereits auf Ladentüren. Am Mittwoch, 17.November, möchten Senioren-Union und Einzelhandelsverband die Logo-Einführung mit den Monheimer Einzelhändlern besprechen.

Geschäftsleute werden über das Logo informiert

Die Veranstaltung findet um 19Uhr im Pfannenhof statt. Auch die Interessensvertretung der Monheimer Betriebe, "Treffpunkt", ist als Mitveranstalter dabei. Vorsitzender Jürgen Prinz sagt: "Wir werden die Chancen nutzen und unsere Geschäfte auf die Zukunft ausrichten."

Das Logo wird für die Dauer von drei Jahren vergeben. Manche Bereiche, wie die Beratung, werden anonym getestet. Mitglieder der Senioren-Union werden als Testkäufer fungieren.

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