Gleich zwei Monheimer Schulen befassten sich erfolgreich mit dem Thema DDR.

Mit ihrer fiktiven Figur Ronny erreichten die Otto-Hahn-Gymnasiasten den zweiten Platz des Wettbewerbs.
Mit ihrer fiktiven Figur Ronny erreichten die Otto-Hahn-Gymnasiasten den zweiten Platz des Wettbewerbs.

Mit ihrer fiktiven Figur Ronny erreichten die Otto-Hahn-Gymnasiasten den zweiten Platz des Wettbewerbs.

Anna Schwartz

Mit ihrer fiktiven Figur Ronny erreichten die Otto-Hahn-Gymnasiasten den zweiten Platz des Wettbewerbs.

Monheim. Ein Wettbewerb, sechs Themen, zwei Schulen und zwei Sieger: Monheims weiterführenden Schulen können sich sehen lassen. Denn sowohl an der Peter-Ustinov-Gesamtschule als auch am Otto-Hahn-Gymnasium gibt es Grund zu feiern. Beim alljährlichen Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung erbrachten beide Schulen eine beachtliche Leistung. Und obwohl es sechs Themen zur Auswahl gab, suchten sich beide teilnehmenden Klassen - natürlich unabhängig voneinander - dasselbe Thema aus: "Seid bereit, immer bereit - Eine Zeitreise in die DDR".

Die erfolgreiche Teilnahme bringt ein Preisgeld von 250 Euro mit sich

Die Klasse 6.5. der Gesamtschule nahm bereits zum zweiten Mal in Folge an diesem Wettbewerb teil, so dass zu den 500 Euro Preisgeld aus dem letzten Jahr weitere 250 Euro in die Klassenkasse der Schüler fließen. Das Geld möchten sie in Ausflüge oder in eine Klassenfahrt investieren. Die Idee zur Teilnahme an dem Wettbewerb, an dem knapp 50.000 Jugendliche aus ganz Deutschland teilgenommen haben, hatte Anke Abel, die die Klasse in Gesellschaftslehre unterrichtet.

Die 13-jährige Denise hat sich während des Projektes viel mit der Geschichte ihrer eigenen Familie befassen können, weil ihre Mama und Oma selbst in der DDR gelebt haben. Am besten gefallen hat ihr das Schreiben der Tagebucheinträge. Der Beitrag, den die Schüler eingereicht haben, war eine Mappe aus selbst erstellten fiktiven Tagebucheinträgen. Bevor jeder jedoch einen Eintrag verfasst hat, haben sie Zeitzeugen befragt und sich ein Bild davon gemacht, wie das Leben damals ausgesehen haben muss, um es schließlich in eigene Worte fassen zu können - aus der Perspektive fiktiver ehemaliger Bewohner der DDR.

Das Otto-Hahn-Gymnasium erreichte den zweiten Platz

Für das Otto-Hahn-Gymnasium erstellte die Klasse 7a eine Lesemappe rund um den fiktiven Charakter Ronny Zeisberg und seine Freunde. Mit ihrem Beitrag gelang der Klasse der 2. Platz, der mit 1500 Euro dotiert ist. Von dem Geld möchten sie nicht nur einen Ausflug machen, sondern auch ein Grillfest veranstalten, zu dem die Zeitzeugen eingeladen werden sollen, die ihnen bei ihrer Arbeit geholfen haben. "Für die Zeitzeugen waren so viele Dinge besonders, die für uns alltäglich sind: Sie haben sich über Schokolade, eine Banane oder eine Orange fast so sehr gefreut, wie wir uns heute über ein Handy freuen würden", erzählt Charlotte (12) staunend.

Der 13-jährige Lasse stand für die Fotos des Ronnys Modell: "Wir haben uns überlegt, wie Jugendliche damals aussahen und ob sie glücklich waren. Dann habe ich versucht, mich in Ronny hineinzuversetzen." Mit dem Sieg der Klasse 7a gelang dem OHG das dritte Jahr in Folge eine Platzierung beim Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung.

Im Zentrum der Arbeit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) mit Sitz in Bonn steht die Förderung des Bewusstseins für Demokratie und politische Partizipation. Gemeinsam mit einem bundesweiten Netzwerk aus Landeszentralen, Bildungseinrichtungen und -trägern engagiert sie sich für politische Bildung und Kultur - unabhängig und überparteilich.

Aktuelle und historische Themen greift sie mit Veranstaltungen wie Wettbewerben, Messen, Kongressen, Weiterbildungen oder Ausstellungen, Printprodukten, audiovisuellen und Online-Produkten auf.

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