Berghausenerstrasse: Der Einzelhandelsriese rechnet damit, dass ab Oktober in Baumberg gebaut wird. Wann es endlich in der Stadtmitte losgeht, steht weiter in den Sternen.

Monheim. Nun geht es doch noch auf die Zielgerade in Sachen Edeka-Center an der Berghausener Straße. Aus dem Hause des Investors Sontowski&Partner in Erlangen war gestern auf WZ-Nachfrage immer noch nicht viel zu erfahren. "In etwa zwei Wochen werden wir an die Presse gehen. Mehr sage ich dazu derzeit nicht", so Projektentwickler Heinz Fastabend. Bei der Edeka Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit Sitz in Moers, auch für Monheim zuständig, ist Geschäftsführer Stephan Steves auskunftsfreudiger: "Wir gehen davon aus, dass im Oktober Baubeginn ist. Eröffnung wäre dann im Sommer 2011."

Eine Verkaufsfläche von 1600Quadratmetern inklusive Kassenbereich ist vorgesehen. Damit wäre das derzeit vom Einzelhandel abgeschnittene Österreich-Viertel schlagartig bestens versorgt. Und bei den Einzelhändlern im Einkaufszentrum Holzweg hält sich die Angst vor der Konkurrenz in Grenzen. "Aus dem Österreich-Viertel haben wir eh nicht viele Kunden", so der Tenor bei einer WZ-Umfrage.

Das Center entsteht auf einem 6000 Quadratmeter großen Areal

Das Edeka-Center soll auf einem ehemaligen Gelände der inzwischen geschlossenen Gießerei Schmolz&Bickenbach gebaut werden. Das brach liegende Grundstück ist allerdings bereits vor der Werkssschließung verkauft worden. Es handelt sich um 6000Quadratmeter.

Sontowski & Partner sind auch der Investor für das Fachmarktcenter in der Stadtmitte - bei den meisten Monheimern besser als Rathaus-CenterIII bekannt. Doch auch in diesem Fall vertröstet Projektentwickler Fastabend auf die nächsten Wochen. Das tat er schon einmal im April mit Verweis auf den Mai.

Der neue Komplex soll eingeschossig, großzügig in der Höhe angelegt werden. Der Standort ist die derzeitige nicht zu übersehende Brache neben der Tiefgarageneinfahrt zu den bestehenden beiden Centern. Die aufgekauften Häuser verfallen Stück für Stück. Viele Monheimer hoffen, dass bald die Bagger anrollen, um diesen optischen Missstand endlich zu beseitigen.

Die Edeka-Gruppe ist genossenschaftlich organisiert. Laut Unternehmen beträgt der Jahresumsatz 42,1Milliarden Euro mit rund 12000Märkten und 290000Mitarbeitern. Rund 4500selbstständige Kaufleute führen die Edeka-Läden. Das zweite Standbein ist der Discounter Netto - ein Tochterunternehmen.

Edeka will sich an der Berghausener Straße ansiedeln. Außerdem fällt der Name immer wieder im Zusammenhang mit dem Fachmarktcenter.

Auch im Zusammenhang mit dem Fachmarktcenter fällt immer wieder der Name Edeka, offiziell ist aber noch nichts bestätigt. Fakt ist allerdings, dass es in der Branche ein ungeschriebenes Gesetz ist, dass ein Center nur mit einem großen Lebensmittelhändler als Magneten funktioniert. Außerdem hatte Deichmann vor einigen Wochen Interesse signalisiert - und gleichzeitig die Schließung der Filiale im bestehenden Center-Bereich als möglich angekündigt.

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