Eine neue Statistik der Stadtverwaltung belegt, dass die Rheingemeinde weiter im Aufwind ist. Familien und Betriebe kommen vermehrt.

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Attraktive Gewerbeflächen – hier die Wasserachse im Rheinpark – ziehen immer mehr Unternehmen an.

Attraktive Gewerbeflächen – hier die Wasserachse im Rheinpark – ziehen immer mehr Unternehmen an.

2006 Zuzüge nach Monheim gab es im Jahr 2010.

Anna Schwartz, Bild 1 von 2

Attraktive Gewerbeflächen – hier die Wasserachse im Rheinpark – ziehen immer mehr Unternehmen an.

Monheim. „Zahlen – Daten – Fakten“ nennt sich der statistische Jahresbericht 2010. Das klingt erst einmal furchtbar trocken. Ist es aber nicht. Kerstin Frey gab am Donnerstagabend im Planungsausschuss eine Kostprobe. Und im WZ-Gespräch legt die Diplom-Geographin, im Rathaus federführend in Sachen Statistik, nach.

„Ganz wichtig und bemerkenswert: Die Einwohnerzahl in Monheim bleibt konstant. Das ist nicht selbstverständlich und gegen den Kreistrend, wonach die Zahl der Einwohner seit Jahren abnimmt“, sagt sie. Monheim hatte Ende 2010 laut Statistik 43 063 Einwohner. Es gibt zwar immer noch mehr Todesfälle als Geburten. Aber Neubürger gleichen das aus. 1944 Wegzügen stehen 2010 immerhin 2006 Zuzüge entgegen. Übrigens lockt Monheim mehr junge als alte Menschen an. Das Durchschnittsalter insgesamt liegt bei 43,5 Jahren.

Auch die Wirtschaftsdaten haben sich positiv entwickelt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist von 2006 bis 2010 um 400 Arbeitsplätze gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen ist gesunken. Im Dezember 2010 waren es 1422 Menschen – eine Quote von fünf Prozent. „Monheim profitiert von der Nachbarschaft zu den Metropolen. Die Lage am Rhein und im Vergleich zu Düsseldorf und Köln billiges Bauland machen die Stadt attraktiv – zum Wohnen ebenso wie für Gewerbeansiedlungen“, sagt Kerstin Frey. Deshalb werde Monheim auch die nächsten Jahre keine Negativentwicklung haben.

„Wussten Sie schon, dass elf Prozent von Monheim mit Wald bedeckt sind?“

Auszug aus der Statistik

Die Statistik gibt auch Antworten, bei denen viele Monheimer sicher auch mit einen „Ach!“ reagieren. Immer eingeleitet mit einem „Wussten Sie schon, dass. . .“ erfährt der Leser zum Beispiel, dass elf Prozent von Monheim mit Wald bedeckt sind. Außerdem wird darüber aufgeklärt, dass Dresden die am weitesten von Monheim entfernte Landeshauptstadt ist.

Einige weitere Auszüge aus dem Zahlenwerk: Der höchste Punkt Monheims ist der Monberg mit 47 Metern über NN (Normal Null). Der niedrigste Punkt ist die Baumberger Aue mit 33,7 Metern NN.

Unter dem Titel „Zahlen – Daten – Fakten“ hat die Stadt den statistischen Bericht 2010 herausgegeben. Grafiken, Tabellen und Texte informieren ausführlich über Geographie, Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Bildung und Soziales. Der Bericht kann im Internet abgerufen werden.

Die wichtigsten Daten der Statistik sind außerdem in einem Faltblatt zusammengefasst. Es ist an der Rezeption des Rathauses erhältlich.

www.monheim.de/statistik

534 Quadratmeter Stadtfläche stehen pro Einwohner zur Verfügung – das ist etwa acht Mal weniger als der Bundesdurchschnitt. Der Stadtteil Monheim hat 1,5 Mal mehr Einwohner als Baumberg. Die Stadt insgesamt hat etwa 25 000 Haushalte.

„Wussten Sie schon, dass. . . nicht-deutsche Frauen in Monheim mehr Kinder bekommen?“ Auch darüber informiert die Statistik. Und im Jahr 2010 lebten in Monheim nicht weniger als 99 verschiedene Staatsangehörigkeiten. Doch nur elf Prozent der Bewohner haben nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

Und den Kritikern der Einzelhandelslandschaft sei gesagt: Die Kaufkraftbindung vor Ort steigt seit Jahren – belegt die Statistik.

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