förderung Die Biologische Station hat den Zuschlag für ein ehrgeiziges Projekt erhalten. Vom Rheinbogen über die Piwipp bis zur Gastronomie soll es eine Vernetzung geben.

Monheim. Es nennt sich "AuenBlicke", und ist dem Land eine Förderung von 2,1 Millionen Euro wert - das ehrgeizige Projekt der Biologischen Station auf Haus Bürgel am Urdenbacher Weg.

"Das ist eine tolle Sache. Wir wollen die Auen entwickeln und erleben. Die Menschen sollen für die Natur begeistert werden. Und mit dem ,Ja’ aus Düsseldorf haben wir nun die finanziellen Mittel dafür", sagt Elke Löpke, Leiterin der Biologischen Station.

Dabei geht es keineswegs nur um die Auenlandschaft in der Umgebung von Haus Bürgel. Die Pläne sehen zum Beispiel vor, den Rheinbogen Richtung Süden gegenüber der Altstadt ebenfalls in das Konzept mit aufzunehmen.

Dort sollen bereits mehr Informationen über die Einzigartigkeit der Landschaft samt Tier- und Pflanzenwelt gegeben werden. "Und wenn die alte Fährverbindung Piwipp von der Rheinpromenade nach Dormagen tatsächlich wieder fährt, dann wollen wir sie in eine Radroute miteinbeziehen. Das wird sicher eine Bereicherung für alle", sagt Löpke.

"Der Naturschutz braucht Freunde. Wir wollen die Menschen begeistern."

Elke Löpke, Leiterin der Biologischen Station

Die hiesige Gastronomie soll ebenfalls integriert werden. So kann sich Löpke gut vorstellen, dass es zum Beispiel einen "Auenteller" geben kann. Wichtig sei es, heimische Produkte zu nutzen. Vom Pfannkuchen mit Äpfeln der Baumberger Streuobstwiesen bis zum Bürgeler Dinkelbrot sei vieles möglich. "Monheim lockt jetzt schon Radler aus der ganzen Region. Da steckt viel Potenzial drin", ist Löpke überzeugt.

Die Biologische Station hat ihren Sitz auf Haus Bürgel am Urdenbacher Weg. Die viereinhalb Festangestellten und zahlreichen Honorarkräfte sind für Naturprojekte in der ganzen Region zuständig. Die Leitung hat seit Jahren die Biologin Elke Löpke. Weitere Informationen: Telefon 0211/9961212.

Weitere Pläne: In Richtung Hellerhof soll der bei Kindern beliebte Rodelhügel um etwa drei Meter aufgeschüttet und mit Sitzgelegenheiten bestückt werden. Damit wäre eine Aussicht auf die Auenlandschaft möglich.

Außerdem ist vorgesehen, mehrere kleine Teiche im Gebiet zwischen Urdenbacher Weg und Rhein zu schaffen. Außerdem soll die Hochwasser-Flutrinne vertieft werden. "Wir wollen so viel natürliche Auenlandschaft wie möglich zurückgewinnen", erläutert Löpke.

Das Geld aus Düsseldorf fließt im Rahmen des Tourismuswettbewerbs "Erlebnis NRW". Das Konzept hatte eine Jury restlos überzeugt. Bis zum 31. März muss der Förderantrag an die Bezirksregierung gestellt werden.

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