Sport: Seit einem Jahr gibt es den Boxring Monheim. Zur ersten Galaveranstaltung des jungen Vereins kommen rund 200 Besucher.

In der Sandberghalle ging es am Wochenende handfest zur Sache. In einem der Kämpfe standen sich die Lokalmatadoren Sebstian Kunz (l.) und Enzo Calabrese gegenüber.
In der Sandberghalle ging es am Wochenende handfest zur Sache. In einem der Kämpfe standen sich die Lokalmatadoren Sebstian Kunz (l.) und Enzo Calabrese gegenüber.

In der Sandberghalle ging es am Wochenende handfest zur Sache. In einem der Kämpfe standen sich die Lokalmatadoren Sebstian Kunz (l.) und Enzo Calabrese gegenüber.

Anna Schwartz

In der Sandberghalle ging es am Wochenende handfest zur Sache. In einem der Kämpfe standen sich die Lokalmatadoren Sebstian Kunz (l.) und Enzo Calabrese gegenüber.

Monheim. Zwei junge Männer betreten den Ring. In der roten Ecke: Sebastian Kunz. In der blauen Ecke: Enzo Calabrese. Applaus aus den Reihen der Zuschauer. Die beiden gehen zum Ringrichter in die Mitte des Rings. Kurz werden die Kleidungsstücke überprüft. Alles hat seine Richtigkeit. Enzo sieht seinem Gegner in die Augen. Die Spannung steigt. Der Ringrichter eröffnet den Kampf: "Fight!" Der Kampf beginnt.

Den Boxring gibt es seit einem Jahr. Und nun sollte auch eine eigene Boxgala folgen. Am Samstag war es so weit. In der Sandberghalle hatten sich 200 Boxbegeisterte versammelt. Sie erwartete ein volles Programm aus Muay Thai, Kick Boxen und Boxen - insgesamt waren es 19 Kämpfe.

Hatice Demir steht schon bei den Vorkämpfen im Ring. Seit einem halben Jahr macht die Dortmunderin Thai-Boxen und fühlt sich damit sehr wohl. Auf der Gala hat die 15-Jährige zum ersten Mal geboxt. "Ich habe mich extra zwei Wochen darauf vorbereitet. Weil es zwischen Boxen und Thai-Boxen einen Unterschied gibt", erklärt sie.

Ehrgeiz und Charakterstärke werden gefördert

Ihre Gegnerin Dilar Kisikyol boxt schon seit zwei Jahren. Sie hat durch den Sport mehr Disziplin, Ehrgeiz und Charakterstärke bekommen. Das hat ihr sogar den Spitznamen "Killer Dilar" eingebracht.

Schweißperlen und Spucketropfen fliegen durch die Luft. Die Trainer am Rand des Rings brüllen ihren Kämpfern Anweisungen zu. Ein weiterer Schlag. Enzo geht zu Boden. Er steht sofort wieder auf. Der Ringrichter trennt die beiden. Der Kampf geht weiter. Gröhlen aus den Zuschauerreihen. Ein Gong ertönt. Die erste Runde ist vorbei.

Boxring Monheim hat etwa 40 Boxkämpfer. Training ist dienstags von 19.30 bis 21 Uhr und samstags von 15 bis 17 Uhr in der Turnhalle der Wilhelm-Busch-Schule an der Friedenauer Straße. Die Teilnahme kostet zwischen zehn und 15 Euro pro Monat.

Anmeldungen entweder im Büro der SGMonheim unter Telefon 54843 oder beim Training selbst.

Während die Teamleiter den Kämpfern Ratschläge erteilen, geht das Rundenmädchen mit dem Schild für die zweite Runde durch den Ring. Nach einer kurzen Pause geht der Kampf weiter.

Semmy Ademoski beobachtet den Kampf aufmerksam. Er ist Trainer beim Boxring. Er selbst hat 23 Jahre aktiv geboxt. "Das Tolle an diesem Sport ist, dass man an seine Grenzen geht und mehr Selbstbewusstsein entwickelt", so der 39-Jährige.

Lisa von der Heydt besucht zum ersten Mal einen Boxkampf. "Mein Mann hat sich das oft angesehen. Eigentlich ist es nicht so mein Sport, aber wenn alles sauber zugeht, wie hier, ist es sehr interessant", sagt die 58-Jährige in der VIP-Lounge.

Die zweite Runde ist zu Ende. Alle warten gespannt auf das Ergebnis. Der Ringrichter hebt Enzos rechten Arm. "Die Richter sind sich einig: Der Sieg geht mit 3:0 an Enzo Calabrese in der blauen Ecke", tönt es aus den Lautsprechern.

Für Enzo war es der erste Kampf. Seit drei Monaten boxt er und hat sich intensiv auf den Kampf vorbereitet. Den Sieg schreibt er der moralischen Unterstützung seiner Freunde im Publikum zu. "Gleich trinke ich erst mal zur Feier des Tages ein Bier mit allen. Darauf habe ich zwei Monate verzichtet", freut sich der 21-Jährige.

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