Holger Müller überzeugte als Ausbilder Schmidt in der Aula.

Ausbilder Schmidt in Aktion: „Morgen, ihr Luschen!“
Ausbilder Schmidt in Aktion: „Morgen, ihr Luschen!“

Ausbilder Schmidt in Aktion: „Morgen, ihr Luschen!“

Anna Schwartz

Ausbilder Schmidt in Aktion: „Morgen, ihr Luschen!“

Monheim. "Seit ich verheiratet bin, merke ich, dass ich weich werde. Wenn ich in den Keller gehe, benutze ich neuerdings eine Taschenlampe und kein brennendes Meerschweinchen." Ja, Holger Müller, besser bekannt als Ausbilder Schmidt, ist ein Mann von der ganz besonders harten Sorte. Für ihn gibt es nur zwei Arten von Männern: Luschen und richtige Männer. Am Samstagabend zeigt er dann während seines Auftrittes in der gut gefüllten Aula am Berliner Ring, wie das Leben eines richtigen Mannes aussieht.

"Meine Mutter hat niemals gesagt, ‚Schatz, fühl mal, das Kind bewegt sich.’ Bei uns hieß es: ‚Hör mal, es brüllt wieder’ oder ‚Es macht wieder Liegestütze’. So war das." Ein ganzer Mann von Anfang an. Ganz anders seine Familie. Für ihn muss es wirklich schwer gewesen sein, mit den Hippie-Eltern und seinen Brüdern Hektor, dem Killer-Friseur, und Clemens, der Oberlusche.

Doch scheint auch in Ausbilder Schmidt immer seine innere Lusche zu lauern. So erweisen sich seine Disziplin-Übungen in der Disco meist als erfolglos. Trotz kontinuierlichen Selbstanbrüllens, frei nach dem Motto "Echte Männer tanzen nicht", steht er am Ende doch in Saturday-Night-Fever-Manier da.

Bis vier Uhr durchmachen und dann Holland besetzen

Auch gestaltet sich sein Auftritt mit dem Motto "Reden ist luschig, Brüllen ist Gold" leiser als erwartet. Statt mit dem Spruch "Morgen, ihr Luschen!" begrüßt Ausbilder (Das ist sein Vorname) das Publikum mit einigen netten Worten und erklärt den Ablauf des Abends. "Also, wir machen jetzt bis vier Uhr durch, dann fahren wir nach Holland, steigen aus, rufen ‚Besetzt!’ und dann fahren wir wieder zurück", kündigte der 41-Jährige an.

Doch so hart der Mann mit den militärisch grüßenden Blutkörperchen auch auftritt, so zeigt er doch auch seine nette Seite, als er Maximilian Schmald und Peter Gatzen erlaubt, mit Liegestützen etwas von seinem Verkaufsstand zu erstehen. Und nicht nur die männlichen Besucher sind begeistert. Auch Tanja Flößer findet die Show Klasse: "Es war wirklich Lachen nonstop. Der Abend hat sich gelohnt", so das Fazit der Hildenerin.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer