Auf dem Höhepunkt seiner närrischen Regentschaft feierte Prinz Heiko I. am Montag seinen 36. Geburtstag.

Hauptsache bunt: Viel Fantasie bewiesen die Monheimer Narren bei der Wahl ihrer Kostüme.
Hauptsache bunt: Viel Fantasie bewiesen die Monheimer Narren bei der Wahl ihrer Kostüme.

Hauptsache bunt: Viel Fantasie bewiesen die Monheimer Narren bei der Wahl ihrer Kostüme.

Hauptsache bunt: Viel Fantasie bewiesen die Monheimer Narren bei der Wahl ihrer Kostüme.

Monheim. Gab es am Montag ein schöneres Geschenk für Prinz HeikoI.? Tausende Jecken am Zugweg jubelten dem Regenten zu, der ausgerechnet am Rosenmontag seinen 36. Geburtstag feierte. "Wir können es kaum fassen", sagten der Prinz und seine Prinzessin Daniela, "so viel sind gekommen, und jetzt scheint auch noch die Sonne."

Die Jecken hatten am Sonntag nicht so viel Glück. Zum Veedelszug in Baumberg schneite es ebenso heftig wie später beim Kinderzug. "Trotzdem war es Sonntag schön, wir hatten Spaß", sagte Wolfgang Heimann vom Arbeitskreis Karneval Baumberg. "Ich komme immer nach Monheim, um mir Anregungen für den Veedeslzug zu holen."

50000 bunt kostümierte Jecken säumten den Rosenmontagszug

Tausende, die Polizei spricht von 50 000 Besuchern, säumten am Montag den 3,5 Kilometer langen Zugweg. Die meisten waren bunt kostümiert, mit mehreren Pullis und dicken Strümpfen unter den Kostümen. 84 Zugnummern hatte die Große Monheimer Karnevalsgesellschaft (Gromoka) wieder auf die Beine gestellt.

Schon lange vor Zugbeginn um 14.11 Uhr waren die Fußgruppen, Wagen und Musikgruppen am Aufstellungsort Am Hang zu bewundern. Mit Sekt und rotem Krumme-Likör hielten sich die gut 1000 Aktiven, die im Zug mitmachen, und die unzähligen Zuschauer warm. Tanzen, schunkeln, singen - der Zoch war noch nicht einmal gestartet, da war die Stimmung schon toll.

Die Monnemer Mädchen hatten sich ganz besonders angestrengt

"Es geht los", rief Werner Köster aus Düsseldorf, der regelmäßig zum Monheimer Zug kommt. "Es ist hier ursprünglicher", sagte er - seine Stofftasche für Kamelle, Bälle, Schwämme und Strüßje in der Hand. "Helau, ihr seid aber schön", schallte es immer wieder vom Straßenrand zu den Fußgruppen. Ganz besonders angestrengt hatten sich die Monnemer Mädchen als Schneeflöckchen. 30Frauen und sieben Kinder ist die Gruppe stark. Die strahlend weißen Kostüme mit Drahtgestell wurden genäht und getackert. "Alles Handarbeit, auch die Unterröcke sind selbst genäht", sagte Heike Bertram-Werner.

Auch die "Jecken Engelchen" als grün-rote Fleisch fressende Pflanzen heimsten viel Beifall ein. Die Frauen der Altstadtfunken glitzerten als Sterne, die Frauen der Prinzengarde als Sonnengöttinnen. Als der Wagen und die Fußgruppe der Partei Peto auftauchten, fragten sich viele:. "Wo steckt der Bürgermeister?" Daniel Zimmermann war als Schuljunge mit Tornister und Schultüte samt Ringelsocken verkleidet. "Wir haben das Rathaus zur Schule umfunktioniert", erklärte Zimmermann. Peto war am Montag erstmals mit einem Wagen dabei.

"Die Stimmung ist heute so gut, die wird den Schnee zum Schmelzen bringen."

Heike Lutterbeck von den jecken Engelchen

 Die große Politik spielte im Monheimer Zug keine Rolle. Wohl aber der Monberg, der nun mit Gondeln erklommen werden soll, wenn es nach den "Röösigen Wievern" geht. Wirtschaftskrise? Für Kis Monnem kein Problem. "Gute Laune kann man eh nicht kaufen", so ihr Motto. Pfarrer Falk Breuer freute sich auf 2010. "Erst kommt die Fußballweltmeisterschaft, dann das Schüürefest", rief er vom Wagen der Altstadtfunken, die wie die Marienburg-Garde mit Riesengruppen vertreten waren.

"Der Karneval in Monheim ist viel schöner als in den Niederlanden. Der Zug ist prächtig. Und dann noch Sonne zum Schnee."

Albert Buitendyk aus Axel/Niederlande

Auf dem Wagen der Boomberger Jecke schlief Peter Reihs als Schneewittchen unter dem Plumeau, mehr als sieben Zwerge umwuselten es. Schon beim Veedelszoch ein Erfolg: Jim Knopf und die wilde 13. Der Garather Spielmannszug mit dem zweiten Vorsitzenden Norbert Schlotter war in den letzten Tagen siebenmal in Monheim und Langenfeld gezogen. Holländische Töne am Zugweg: Vier Spielmannszüge aus dem Nachbarland verstärken den Zug musikalisch. "Wir bringen unsere Familien mit", sagten die Musiker aus Overijssel. Petra Brüske war auf Krücken zum Zug gekommen. "Arbeitsunfall", sagte sie, "den Zug lass ich mir nicht entgehen. Nächstes Jahr mach ich wieder bei den Christboomschmückern mit".

"Der Zug war supertoll. Hier ist richtig Stimmung. Ich war auch beim Zug in Köln- Flittard, in Monheim ist es schöner".

Tim Longerich (10)

 

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer