Am Freitag fuhr der erste Zug mit Henkel-Kosmetik aus Bayern im Rheinpark ein. In Rekordzeit wurde das Logistikzentrum dort ausgebaut. Viele neue Arbeitsplätze und eine hohe Tonnage für die Bahn sind die Folge.

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Der erste Zug mit Kosmetik fuhr gestern ins Logistikzentrum ein.

Der erste Zug mit Kosmetik fuhr gestern ins Logistikzentrum ein.

Anna Schwartz

Der erste Zug mit Kosmetik fuhr gestern ins Logistikzentrum ein.

Monheim. In nur vier Monaten 7500Quadratmeter neue Lagerfläche geschaffen - weitere 8400Quadratmeter in Form eines Hochregallagers sollen bis zum Sommer folgen: Die Spedition Hammesfahr zeigt, was unternehmerische Dynamik ist. Und passend dazu fuhr gestern der erste Zug in eine der neuen Hallen ein. Und es war nicht irgendein Zug, sondern die erste Ladung mit Kosmetikartikeln der Firma Schwarzkopf, die aus dem Produktionsstandort im bayerischen Wassertrüdingen in Monheim eintraf. In Zusammenarbeit mit Henkel - dem Konzern gehört Schwarzkopf - hat Hammesfahr die Verlagerung von der Straße auf die Schiene organisiert.

Das Projekt ist gleich in mehrerer Hinsicht ein Erfolg. In Monheim entstehen durch den Aufbau eines Logistikzentrums 200 neue Arbeitsplätze. Die städtischen Bahnen dürfen sich außerdem auf eine Jahrestonnage von knapp 90.000 Tonnen freuen. Damit ist das Defizit von 300.000 Euro per anno schlagartig halbiert. Die restlichen 150.000 Euro sind ohnehin Rentenrückstellungen.

3000 Lastwagen weniger auf den Straßen

Der Umweltschutz kommt bei der Verlagerung auf die Schiene auch nicht zu kurz. Denn dadurch werden 7000 Tonnen CO2-Emissionen jährlich eingespart. Das sind 3000 Lkw weniger auf den Straßen. "Rund 1,25 Millionen Straßenkilometer werden durch den Bahnausbau auf gut 125.000 Bahnkilometer reduziert", rechnete bei der Eröffnung gestern Stefan Huchler, bei Henkel für den Bereich zuständig, vor. Er machte aber auch keinen Hehl daraus, dass sich die Verlagerung auch finanziell rechne.

"Ein Kraftakt" - so bezeichnete es gestern Sven Hammesfahr, Geschäftsführer des Monheimer Logistikunternehmens. Und dieser Kraftakt hat viele Beteiligte. Sowohl am Produktionsstandort in Bayern als auch im Rheinpark mussten in nur vier Monaten Bahnanschlussstellen gebaut werden. Die Investitionen haben Henkel und Hammesfahr gemeinsam getragen.

Dass der Düsseldorfer Konzern so eng mit der Monheimer Firma zusammenarbeitet, hat einen simplen Grund: Seit 1987 betreibt Hammesfahr das Kosmetik-Zentrallager von Henkel. Die Zusammenarbeit hat gar eine Tradition von 75 Jahren. "Die Investition in den Bahnanschluss ist natürlich auch ein Bekenntnis zu unserem Geschäftspartner und zum Logistikstandort in Monheim", betonte Stefan Huchler. Beteiligt am Kraftakt waren außerdem Politik und Stadtverwaltung, die die Pläne von Anfang an unterstützt haben.

Das Logistigunternehmen an der Niederstraße beschäftigt derzeit 150 Mitarbeiter. Zur Nordseite in den Rheinpark hinein sind in nur wenigen Monaten bereits 7500 Quadratmeter neue Lagerflächen geschaffen worden. Bis zum Sommer sollen noch einmal 8400 Quadratmeter hinzu kommen.

Seit 1987 betreibt Hammesfahr das Kosmetik-Zentrallager von Henkel in Monheim. Dazu wird unter anderem auch die ehemalige Shell-Abfüllhalle an der Rheinpromenade genutzt.

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