Etwa 1000 Jecken feiern die große Eröffnungsparty.

Der Auftritt der Echten Fründe auf dem Marktplatz war wieder ein echter Hingucker.
Der Auftritt der Echten Fründe auf dem Marktplatz war wieder ein echter Hingucker.

Der Auftritt der Echten Fründe auf dem Marktplatz war wieder ein echter Hingucker.

StefanFries

Der Auftritt der Echten Fründe auf dem Marktplatz war wieder ein echter Hingucker.

Langenfeld. Kurz vor 11 Uhr in der Langenfelder City: Während sich der Tross der Gesellschaften hinter dem Prinzenpaar Benno I. und Birgit I. zu den Klängen des 1. Showfanfarencorps im warmen Marktkarree zum Marsch auf den Marktplatz formiert, heizen dort die Lokalmatadoren der Band Déjà Vu den Jecken ein.

Zu "Rut sin de Ruse" von De Boore wird geschunkelt, zum Höhner-Hit "Viva Colinia" getanzt. Doch statt mit "Alaaf" goutieren die Kostümierten die Musik "Helau". Da lacht die Wintersonne.

11.11 Uhr, und der Straßenkarneval ist für Langenfeld immer noch nicht eröffnet. "Dat Schmölzchen" der Narrenoberen hat Verspätung. Erst drei Minuten später kann Moderator Werner Zwank (70) von der Bühne rufen "Da sin se!" Und als das "Brasil" der Fanfaren und Trommler verklungen ist, geht es auch schon los - mit der Vorstellung der Würdenträger.

Heute erklärt das Kinderprinzenpaar Patrick I. und Alicia I. den etwa 1000 Narren, worum es am Altweibertag geht: "Die Männer bleiben heute mal zu Hause, die Frauen machen eine große Sause. Diesen Tag kannst Du mir nicht versagen, heu’ must Du die Bürde des Haushalts tragen", schreibt die Prinzessin ihrem Prinzen ins Stammbuch. "Oh, Gott! Ich glaube, ich werde niemals Ehemann", erwidert der.

Doch in Patricks Klub der unterdrückten Netten wollen am Ende doch auch die Frauen rein. Die große Prinzessin Birgit I. ist froh, dass ihr Benno es sowieso im Hals hat. "Ansonsten hätte ich ihm das Reden aber verboten", sagt sie.

Ein Mann darf doch etwas Wichtiges sagen: "Mir geht das Herz über bei so vielen Jecken", bedankt sich Helmut Schoos, Vorsitzender des Festkomitees bei der Menge. "Tschüss, bis Samstag! Beim Zug sehen wir uns alle wieder", sagt er beim Abtritt.

Zum letzten Mal wollte eigentlich Werner Zwank die Eröffnung der tollen Tage moderieren. Deshalb hatte sich der Vater des Langenfelder Straßenkarnevals extra drei langjährige Mitstreiter eingeladen. Doch Wolfgang Schapper, Julius von Bukowski und Manfred Stuckmann meinen: "Nach dem letzten Mal kommt immer noch ein allerletztes Mal ..." Ein Teil der Menge ruft "Werner, Werner!", und der Moderator für 2010 scheint erneut gebucht. Dass weiter hinten viele Jecken fragen, wann denn endlich das Tanzcorps Echte Fründe zu sehen oder das Lied vom "Trömmelche" zu hören ist, kriegen die auf der Bühne nicht mit.

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