Der DRK-Kindergarten Am Brückentor ist das erste „Haus der kleinen Forscher“ Langenfelds.

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Leonie (5 Jahre), Victoria (4) und Adriano (5) werfen Steine in Mehlschüsseln. „Mondkrater“ heißt das Experiment der kleinen Forscher, bei dem sie spielerisch einem astronomischen Phänomen auf den Grund gehen.

Leonie (5 Jahre), Victoria (4) und Adriano (5) werfen Steine in Mehlschüsseln. „Mondkrater“ heißt das Experiment der kleinen Forscher, bei dem sie spielerisch einem astronomischen Phänomen auf den Grund gehen.

Stefan Fries

Leonie (5 Jahre), Victoria (4) und Adriano (5) werfen Steine in Mehlschüsseln. „Mondkrater“ heißt das Experiment der kleinen Forscher, bei dem sie spielerisch einem astronomischen Phänomen auf den Grund gehen.

Langenfeld. Wie entstehen Krater auf dem Mond? Ganz einfach: Man wirft einen Stein in eine Schüssel Mehl, nimmt den Stein wieder hoch, und schon sieht man, dass der Stein in der Masse Mehl ein Loch hinterlassen hat. Was wie das unbeholfene Spiel von Kindergartenkindern aussieht, entpuppt sich als naturwissenschaftliches Experiment.

Die Erzieherinnen sind naturwissenschaftlich geschult

Das "Haus der kleinen Forscher" wurde am Dienstag von Bundesbildungsministerin Annette Schavan in Berlin eröffnet. Im Langenfelder DRK-Familienzentrum "Glühwürmchen" Am Brückentor gab es deshalb den Aktionstag "Sonne, Mond und Sterne - wir reisen ins All". Die Kindertagesstätte ist zertifizierte Einrichtung, was bedeutet, dass die Erzieherinnen eine naturwissenschaftliche Schulung erhalten haben. In jedem Gruppenraum waren am Dienstag Lernstationen aufgebaut.

"Die Experimente werden aber in den Alltag eingebaut", sagt Thomas Hohmann (36), Erzieher und Leiter der Kita "Glühwürmchen". "Wir schauen uns zum Beispiel an, wie man schmutziges Wasser aus dem Sandkasten reinigen kann, wenn die Kinder gerade dort spielen."

Alle Kinder ab zwei Jahren nahmen an den Versuchen teil und bekamen anschließend einen Forscherpass. Es ging eben um mehr als Spiel und Spaß.

Derzeit ist das DRK-Familienzentrum die einzige Langenfelder Einrichtung mit dem Zertifikat "Haus der kleinen Forscher". Das soll sich aber bald ändern. Die Stadt bietet allen Tagesstätten an, den Mitgliedsbeitrag bei der Stiftung für zwei Jahre zu übernehmen.

Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" setzt sich für die frühkindliche Bildung in Naturwissenschaft und Technik ein.

Kitas müssen für die Teilnahme mindestens zwei Erzieherinnen zur Fortbildung geschickt haben und nachweisen, dass Experimente in den Kindergarten-Alltag integriert werden.

Das einrichtungsübergreifende Arbeiten findet Am Brückentor bereits statt. "Wir haben zusammen mit der Nachbar-Grundschule Projekte durchgeführt", so Hohmann.

Der Aktionstag stand im Jahr der Astronomie ganz im Zeichen der Sterne. "Ich finde das hier ganz toll", begeisterte sich Katharina (5), nachdem sie mit Hilfe von Luftballon, Strohhalm und Nylonfaden den Start einer Rakete simuliert hatte.

Die Werkzeuge für die Experimente sind Alltagsgegenstände. Die Idee: Naturwissenschaft fängt nicht im Labor hinter einer verschlossenen Tür an, sondern ist Bestandteil des Alltags.

Wenn die Kinder lernen, wie die zwölf Monate heißen, können sie auch gleich erklären, was ein Monat ist und was das mit der Umlaufbahn des Mondes zu tun hat. Bundesweit sind 6.300 Kitas in Besitz des Zertifikats.

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