Gleich dreimal wurde die Ganztagshauptschule jetzt für die Qualität ihres Unterrichts ausgezeichnet.

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Der 15-jährige Dennis Kraeft (l.), Tobias Milz (15) und Melanie Karck (15) gehören zu einer der beiden achten Klassen an der Käthe-Kollwitz-Schule, die für hervorragende Ergebnisse im Fach Mathematik ausgezeichnet wurden.

Der 15-jährige Dennis Kraeft (l.), Tobias Milz (15) und Melanie Karck (15) gehören zu einer der beiden achten Klassen an der Käthe-Kollwitz-Schule, die für hervorragende Ergebnisse im Fach Mathematik ausgezeichnet wurden.

Stefan Fries

Der 15-jährige Dennis Kraeft (l.), Tobias Milz (15) und Melanie Karck (15) gehören zu einer der beiden achten Klassen an der Käthe-Kollwitz-Schule, die für hervorragende Ergebnisse im Fach Mathematik ausgezeichnet wurden.

Langenfeld. Der 63 Jahre alte Friedrich Bergmeister hat noch eineinhalb Arbeitsjahre vor sich. Am Ende des Schuljahres 2009/ 2010 wird der Leiter der Käthe-Kollwitz-Schule in den Ruhestand verabschiedet.

Er steht seit 1999 an der Spitze des Kollegiums mit 18 Lehrerinnen und fünf Lehrern, nachdem er vorher als Konrektor an der städtischen Hauptschule tätig war. In den vergangenen Wochen hat Bergmeister "die größte Freude seiner pädagogischen Laufbahn" erlebt.

Qualitätsanalyse: Bezirksregierung vergibt die Bestnote

Die Schule am Fahlerweg wurde gleich dreimal landesweit ausgezeichnet. Bei der Qualitätsanalyse der Bezirksregierung schnitt sie mit der Bestnote "vorbildlich" ab. Der achte Jahrgang erhielt eine Auszeichnung für hervorragende Ergebnisse im Fach Mathematik.

Und schließlich gab es von der Stiftung "Pro Ausbildung" das Gütesiegel "berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule". Das Siegel wird in einer Feierstunde in Düsseldorf am 1. April verliehen.

Was hat die Erfolge möglich gemacht? "Wir haben ein begeisterungsfähiges Kollegium, das von seiner Aufgabe überzeugt ist", sagt Bergmeister. Auch er bringe für den Beruf noch viel Begeisterung mit. "Das sind die Voraussetzungen für den Erfolg."

Seit dem Schuljahr 2006/ 2007 wird die städtische Gemeinschaftshauptschule, Fahlerweg 17, als erweiterte Ganztagshauptschule geführt.

Die Kollwitz-Schule wird von 309 Schülern besucht. Die Jahrgangsstufe zehn hat drei Klassen, alle anderen zwei Züge.

Der Anteil mit Migrationshintergrund ist mit 50 Prozent hoch. Mit den deutschen Schülern sind 13 Nationen vertreten, überwiegend Kinder türkischer Herkunft, aber auch aus dem ehemaligen Jugoslawien, arabischen Ländern oder Ghana.

Die Anmeldezahlen waren zuletzt rückläufig. Nach 43 Kindern im Vorjahr wurden 2008 für die fünften Klassen nur 36 Schüler angemeldet. Der Schulentwicklungsplan der Stadt geht für die am 5. Februar beginnende Anmeldung fürs Schuljahr 2009/ 2010 von 33 Fünftklässlern für die Kollwitz-Schule aus. Deshalb wirbt Schulleiter Friedrich Bergmeister: "Unsere Hauptschule ist eine gute Schule für Kinder, die es schwierig haben. Wir fangen alle auf, schreiben keinen ab", wirbt der Schulleiter.

Der Schulalltag sei von einem vertrauensvollen Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern geprägt. Die Klassenlehrer übernehmen eine Eingangsklasse und betreuen diese bis zum Ende des zehnten Schuljahrs. "Die Kinder werden auf diese Weise mitgenommen", stellt der Rektor fest.

Auf die Einhaltung eines Katalogs grundlegender Erziehungsmethoden werde geachtet. Freundliches Auftreten und höfliches Benehmen gehörten dazu. Bergmeister verdeutlicht das mit einer Episode: "Als einer der Prüfer seine Sachen aus dem Auto holte, ging ein Schüler zu ihm und fragte, ob er tragen helfen könne. Das habe er noch nie erlebt", habe der Beamte der Bezirksregierung bekannt.

Das Prüfungsergebnis fiel außergewöhnlich aus: Elfmal die Note "vorbildlich" gab es für Kriterien wie soziales Klima, Zufriedenheit der Beteiligten, außerschulische Kooperation sowie Schülerberatung und Betreuung. "Wir haben den Eltern die Ergebnisse mitgeteilt. Viele von ihnen sind glücklich, dass ihr Kind an unserer Schule ist", sagt der Schulleiter.

Die Kooperation mit dem Lions Club zahlt sich aus

Beispielhaft ist auch die Kooperation mit dem Lions Club Monheim-Langenfeld. Dessen oft an führender Stelle in der Wirtschaft tätigen Mitglieder kommen im Zuge des Projekts "Löwenstark zum Job" zu Vorträgen in die Schule.

Mehrmals im Jahr wird eine Berufsbörse unterstützt. "Wir haben noch nie so viele Ausbildungsverträge wie für unseren Abgangsjahrgang 2009 gehabt", so der Schulleiter. Die genaue Zahl hat er allerdings nicht parat.

Zu den beiden Klassen, die für ihre Mathe-Leistungen ausgezeichnet wurden, gehören Melanie (15 Jahre), Dennis (16) und Tobias (15). "Wir haben in Mathe alles gut durchrechnen können und sind im Erweiterungskurs, um einen qualifizierten Abschluss zu erhalten", sagen die Drei übereinstimmend. Und Klassenlehrer Ralf Rockelsberg urteilt: "Die Klasse ist okay, der Unterricht macht Freude."

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