Die vier Termine für die verkaufsoffenen Sonntage finden ein geteiltes Echo.

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Vier verkaufsoffene Sonntage sollen auch 2009 zum Bummel durch die Stadtgalerie einladen. (Archiv

Vier verkaufsoffene Sonntage sollen auch 2009 zum Bummel durch die Stadtgalerie einladen. (Archiv

Stefan Fries

Vier verkaufsoffene Sonntage sollen auch 2009 zum Bummel durch die Stadtgalerie einladen. (Archiv

Langenfeld. Parkplätze sind Mangelware. In den Geschäften an der Solinger- und Hauptstraße, in der Schoppengasse, im Marktkarree und der Stadtgalerie geben sich die Kunden die Klinke in die Hand.

Auch in Cafés und Restaurants im Zentrum klingeln die Kassen - es ist wieder verkaufsoffener Sonntag in Langenfeld.

Ausschuss muss aber erst noch grünes Licht geben

Viermal wurde die Einladung zum scheinbar stressfreieren Extra-Einkaufstag mit der Familie 2008 ausgesprochen: zum Stadtfest Mitte April, zum ZNS-Fest Anfang Juni, zum Start der Entschuldungsfeiertage am 3. Oktober und anlässlich des Gaukler-Marktes am 2. November.

Viermal sollen sich die Ladentüren auch jetzt wieder sonntags von 13 bis 18 Uhr öffnen.

"Im Rahmen des Ostermarktes der Frauen-Union am 29. März, beim ZNS-Sommerfest am 14. Juni, zur Inbetriebnahme des neuen Marktplatzes am 27. September, und im Rahmen eines Jahrmarktes am 25. Oktober", nennt Citymanager Jan Christoph Zimmermann die Termine, für die der Ausschuss für Soziales und Ordnung am 21. Januar (18 Uhr, Rathaus) als erster grünes Licht geben soll.

Im Aktionskreis "Ohne Sonntag gibt’s nur noch Werktage" arbeiten evangelische und katholische Christen, Gewerkschafter und Schulen zusammen, um auf die soziale Bedeutung des Sonntags als Feiertag hinzuweisen. Bislang war dieser Aktionskreis ausschließlich in Monheim aktiv.

"Was können Politik, Kirchen und Gesellschaft tun, damit der grundgesetzlich garantierte Schutz des Sonntags wieder in die Praxis umgesetzt wird?" Antworten soll die Podiumsdiskussion liefern, zu der der Aktionskreis und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) für Dienstag, 3.März, um 19Uhr in den Bürgersaal des Rathauses einladen.

Den 29. März hat Nadine Schorn vom Centermanagement der Stadtgalerie nicht auf ihrer Liste: "Nach dem Vorgespräch mit den Interessengemeinschaften Ende Oktober habe ich mir den 19. April, einen verkaufsoffenen Sonntag, zum Stadtfest notiert."

Die Abweichung erklärt sich für Zimmermann so: "Die Mehrheit des Handels wünscht einen Termin vor Ostern." Außerdem achte er bei der Festlegung darauf, dass man sich mit den Extra-Öffnungstagen nicht gegenseitig das Wasser abgrabe.

"Das gilt für die Wahl 25. Oktober, denn am 8.November findet etwa der verkaufsoffene Sonntag anlässlich des Martinsmarktes in Monheim statt."

Dagegen fehlt es Juwelier Heinz Rehm an Abstimmung. "Die verkaufsoffenen Sonntage sind nicht genug auf den Einzelhandel bezogen. Wir würden uns wünschen, mehr mitgenommen zu werden. Die Ladenöffnung beim ZNS-Fest bringt uns nichts. Da kommt kein Mensch", sagt Rehm.

Diese Einschätzung teilt Buchhändler Julius von Bukowski: "Beim ZNS-Fest ist der Rundlauf durch Autoschau und Trödelmarkt blockiert." Für Rehm würde ein verkaufsoffener Sonntag im Weihnachtsgeschäft mehr Schub bringen.

Ins gleiche Horn stößt Sven Lucht für die IG Solinger Straße: "Den verkaufsoffenen Sonntag im Advent fordern wir seit Jahren." Was in der Kardinal-Stadt Köln gehe, müsse auch im katholischen Langenfeld möglich sein.

Lucht: "Es ist bedauerlich, dass die Stadt einerseits viel tut, um Einzelhandel anzusiedeln, und diesem dann sagen muss, ihr dürft hier aber nicht, was anderswo üblich ist."

Diese Kritik zeigt Wirkung: "Deshalb wollen wir neben der Wiederauflage zur Karibik-Nacht am 4. Juli noch eine verkaufslange Nacht bis 23 Uhr im Weihnachtsgeschäft bieten", so Zimmermann.

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