Das Stadthotel mit seinem New Yorker Café wartet auf besseres Wetter. Wegen des Frostes können Leitungen nicht verlegt werden.

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Noch umgibt ein Bauzaun Hotel und Café (l.), in Kürze soll es drinnen so behaglich aussehen wie auf dem rechten Foto. In Hilden hat Bauherr Tino Jans bereits eine „New York Coffee Lounge“. Dort serviert unter anderem die Langenfelderin Giovanna Polminteri die Gäste.

Noch umgibt ein Bauzaun Hotel und Café (l.), in Kürze soll es drinnen so behaglich aussehen wie auf dem rechten Foto. In Hilden hat Bauherr Tino Jans bereits eine „New York Coffee Lounge“. Dort serviert unter anderem die Langenfelderin Giovanna Polminteri die Gäste.

Anna Schwartz/Stefan Fries (Archiv

Noch umgibt ein Bauzaun Hotel und Café (l.), in Kürze soll es drinnen so behaglich aussehen wie auf dem rechten Foto. In Hilden hat Bauherr Tino Jans bereits eine „New York Coffee Lounge“. Dort serviert unter anderem die Langenfelderin Giovanna Polminteri die Gäste.

Langenfeld. "Ende Februar, spätestens Anfang März wird eröffnet", sagte am Mittwoch Tino Jans (47) im WZ-Gespräch. "Eigentlich hätte es schon so weit sein können. Zumal drinnen bis aufs Mobiliar auch alles fertig ist. Aber zurzeit macht uns das winterliche Wetter einfach einen Strich durch die Rechnung."

Zur Erinnerung: Im Mai 2008 hatte der 47-Jährige das Hotel "Stadt Langenfeld" gekauft, um aus dem maroden Altbau, der seit einem Brand im April 2004 leer stand, ein neues Schmuckkästchen im Herzen der Stadt zu machen. Es soll eine Kombination aus Hotel - mit 24 Zimmern vorwiegend für Messegäste - und einer großen Café-Bar nach New Yorker Vorbild werden. In der Hildener Fußgängerzone in der Mittelstraße betreibt Tino Jans bereits die "New York Coffee Lounge", einem Mix aus Café, Bar und Restaurant. Jans: "Das Geschäft dort läuft super. Die Hildener haben das Konzept voll angenommen."

Rund 1,5 Millionen lässt sich Jans das Projekt kosten. Dafür liegt es mitten in der City, direkt neben der Stadthalle und Kontakt zur Solinger- und zur Hauptstraße mit ihren zahlreichen Einzelhandelsgeschäften. Eine Lage, von der er sich vor allem im Frühjahr und Sommer viel verspricht. "Dann können die Gäste auf der Außenterrasse sitzen und dem bunten Treiben draußen zusehen."

Bauherr Tino Jans: "Je eher es wärmer wird, desto besser"

Doch genau die Terrasse beziehungsweise deren "Innenleben" ist es, die den Bau erneut verzögert. "Erst muss der Frost aus dem Platz", sagt Tino Jans. "Wir müssen noch jede Menge Leitungen verlegen, und dafür muss der Bereich vor dem Gebäude aufgerissen werden. Momentan ein Ding der Unmöglichkeit." Das sei auch der Grund für den noch recht trostlosen Anblick mit dem Bauzaun drumherum.

"Je eher es wärmer wird, desto besser", ist der 47-Jährige, dessen Vater Franz "Fritten Franz" Jans in Langenfeld ein lebende Legende ist, zuversichtlich, dass der Eröffnungstermin nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.

Als Vorbild gelten die legendären Coffee-Lounges in New York. An den Bistro-Tischen in Langenfeld sollen bis zu 170 Gäste Platz finden. In der Küche werden ein Koch und zwei Küchenhilfen Frisches zubereiten: Frühstück, Salate, Nudelgerichte, Flamm- und Pfannkuchen, Folienkartoffeln, Bagels, Baguettes und Desserts. Dazu gereicht werden Kaffeespezialitäten, Tees, Milchshakes, Erfrischungsgetränke, Biere, Weine und Cocktails.

Die 24 Hotelzimmer haben moderne, rot und weiß geflieste Bäder. Die rustikale Möblierung von 2002 soll erst mal bleiben. Hauptzielgruppe sind Messegäste.

Seitdem Tino Jans das Hotel vor etwas mehr als anderthalb Jahren gekauft hat, musste er bereits mehrere unplanmäßige Verzögerungen hinnehmen. Aus der Eröffnung schon zum Jahreswechsel 2008/2009 wurde nichts, und auch der Termin "Spätsommer 2009" konnte nicht eingehalten werden. Grund war in beiden Fällen der desolate Zustand des Gebäudes, der erst offensichtlich wurde, als im Zuge des Umbaus der Putz von den Wänden war.

So war der Keller völlig durchnässt und musste neu isoliert werden. Gleiches galt für die Wasserleitungen. Unterm Strich kam so wesentlich mehr Arbeit auf Jans zu, als ihm lieb war. "Das mit dem Frost liegt zwar nicht in unserer Hand. Aber das kriegen wir jetzt auch noch hin."

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