Langenfeld will eine Ehrenamtskarte einführen. Mit ihr könnten engagierte Bürger bei Eintrittspreisen in städtischen Einrichtungen sparen.

Der Sozialausschuss hat einen Antrag der FDP beschlossen, nach dem auch in Langenfeld eine Ehrenamtskarte eingeführt werden soll.
Der Sozialausschuss hat einen Antrag der FDP beschlossen, nach dem auch in Langenfeld eine Ehrenamtskarte eingeführt werden soll.

Der Sozialausschuss hat einen Antrag der FDP beschlossen, nach dem auch in Langenfeld eine Ehrenamtskarte eingeführt werden soll.

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Der Sozialausschuss hat einen Antrag der FDP beschlossen, nach dem auch in Langenfeld eine Ehrenamtskarte eingeführt werden soll.

Langenfeld. Vor genau zwei Jahren hat die Landesregierung NRW die Einführung einer landesweit gültigen Ehrenamtskarte als Beitrag zur öffentlichen Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements beschlossen.

Mit dieser Karte sollen ehrenamtliche Helfer in öffentlichen Einrichtungen Ermäßigungen bekommen. Positive Erfahrungen damit wurden bereits in Hessen gemacht. In Nordrhein-Westfalen beteiligen sich bisher schon mehr als 50 Kommunen an dem Projekt.

Im Kreis Mettmann gibt es die Ehrenamtskarte oder vergleichbare Projekte bisher in Ratingen, Velbert und Erkrath. Seit Herbst 2008 beschäftigte sich die Langenfelder Verwaltung auf Grund eines FDP-Antrages mit der Prüfung, wie sie in Langenfeld eingeführt werden könne.

Vom Land kommen zum Start 3000 Euro

Die Stadt ist vom Land bereits in den Kreis der Starterkommunen aufgenommen worden, um die Anschubfinanzierung von 3000 Euro zu sichern.

In der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Allgemeine Ordnung legte Jürgen Öxmann, Referatsleiter Lebensorientierung, ein Konzept vor. "Die Kommune kann vor allem ihre eigenen Einrichtungen wie Volkshochschule, Stadtbibliothek und Schwimmbad anbieten", erklärte er, wies jedoch auf Erfahrungen der beteiligten Städte hin, dass die Karten überwiegend nicht für Ermäßigungen benutzt, sondern von den Betroffenen als Ehrung, als Auszeichnung für ihren ehrenamtlichen Einsatz betrachtet werden.

Eine ähnliche Karte für Jugendliche wurde erst einmal verteilt

Inhaber müssen seit mindestens zwei Jahren ehrenamtlich tätig sein, mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr leisten und dürfen keine pauschale Aufwandsentschädigung erhalten.

Ende 2009 beteiligten sich 51 Kommunen daran. Landesweit waren Ende 2009 etwa 4300 Ehrenamtler im Besitz der Karte.

Das Konzept fand zwar einhellige Zustimmung, doch machten Rolf Kamp und Jürgen Brüne (beide CDU) darauf aufmerksam, dass bereits der Jugendhilfeausschuss 2007 eine solche Karte für Jugendliche beschlossen habe. Allerdings sei sie bisher erst einmal in einer Jugendveranstaltung vergeben worden.

Deshalb solle von der Verwaltung überlegt werden, wie ein einheitliches Ganzes für Erwachsene und Jugendliche geschaffen werden könne.

Dieser Antrag wurde mit Mehrheit beschlossen. Im übrigen, so Öxmann, werde dank des großen Einsatzes ungezählter Ehrenamtlicher in sozialen Gemeinschaften, Sport oder Kultur in Langenfeld die Zahl der Ehrenamtskarten vermutlich wesentlich höher sein, als die vom Land vorgegebenen 75 bis 100.

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