Ein Unbekannter feuert mit einer Luftdruckwaffe auf Passanten und verletzt sie leicht.

Langenfeld. Erst hörten die Jugendlichen Schüsse, dann spürten sie Schmerzen an Schulter und Oberarm. Sofort war den 17- und 18-Jährigen aus Düsseldorf und Monheim klar, dass jemand auf sie gefeuert hatte. Aber wer?

Es war am späten Samstagabend gegen 23.45 Uhr, als die beiden, so die Polizei, mit Freunden auf der Straße Auf dem Sändchen in der Langenfelder Innenstadt unterwegs waren. Plötzlich fielen Schüsse. Die jungen Männer stellten entsetzt fest, dass sie im Visier eines unbekannten Schützen waren und riefen die Polizei.

Am Tatort unweit des Marktplatzes stellten die Beamten eine kleine Stahlkugel, ein sogenanntes Diabolo, sicher. "Diese Projektile können mit einer Luftdruckwaffe abgeschossen werden", erklärt Patricia Aillaud, Dienstgruppenleiterin in der Langenfelder Wache.

Sie seien nicht tödlich, können aber gefährliche Verletzungen verursachen. Die beiden Jugendlichen hatten also Glück im Unglück, dass sie "nur" Blutergüsse und Schwellungen davontrugen.

Die Polizei ist sich sicher, dass der Unbekannte aus einer der umliegenden Häuser heraus geschossen hat. "Wobei wir davon ausgehen, dass er nicht in einer Parterrewohnung auf der Lauer lag", so Patricia Aillaud.

Aus welchem Haus aus geschossen wurde, wird nun ermittelt

Die Polizei ist derweil auf der Suche nach Zeugen, die Hinweise zum Schützen geben können. Diese können sich bei der Langenfelder Wache unter Telefon 02173/2880 melden.

Aus welcher Wohnung heraus der Anschlag verübt wurde, ist noch unklar. Aillaud: "Das haben selbst die beiden jungen Männer nicht mitbekommen."

Mittlerweile hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. Für sie gilt es nun, Licht ins Dunkel zu bekommen. "Zuerst muss natürlich die Wohnung des Schützen gefunden werden", so Patricia Aillaud. "Wenn das Haus ermittelt ist, wird es einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss geben."

Dem Schützen droht eine Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und damit im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.

Die Polizei ist derweil auf der Suche nach Zeugen, die Hinweise zum Schützen geben können. Diese können sich bei der Langenfelder Wache unter Telefon 02173/2880 melden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer