Der Langenfelder Marcel Quaranta gilt als überaus talentierter Jungdesigner. Nun will er seinen ersten Preis gewinnen.

Marcel Quaranta bei seiner Lieblingsbeschäftigung: die Arbeit an neuer Mode.
Marcel Quaranta bei seiner Lieblingsbeschäftigung: die Arbeit an neuer Mode.

Marcel Quaranta bei seiner Lieblingsbeschäftigung: die Arbeit an neuer Mode.

Anja Schwartz

Marcel Quaranta bei seiner Lieblingsbeschäftigung: die Arbeit an neuer Mode.

Langenfeld. Ein Langenfelder Jung schickt sich an, die schillernde Modewelt in Aufruhr zu versetzen - so oder so ähnlich könnten die Schlagzeilen in einigen Monaten lauten. Bis dahin ist es zwar ein steiniger Weg, doch Marcel Quaranta legt diesen momentan in einer atemberaubenden Geschwindigkeit zurück.

Der 21-jährige ist einer von zwölf Finalisten, die am 5. Februar in der Düsseldorfer "Nachtresidenz" beim "Fashion Design Award NRW" antreten werden. Dabei ist Quaranta erst seit Oktober offiziell am Fashion Design Institut eingeschrieben, er gilt als einer der Senkrechtstarter der Szene.

Geboren in Leverkusen, verschlug es ihn und die Eltern bald danach nach Langenfeld. In der St. Paulus Grundschule begann seine Schullaufbahn. Das Berufskolleg absolvierte er in Opladen, wo er sein Fach-Abitur mit Schwerpunkt Metalltechnik ablegte.

Vom Metalltechniker zum Modedesigner

Der Weg in die Mode war da noch nicht abzusehen. Erst die anschließende Berufsausbildung zum gestaltungstechnischen Assistenten weckte in ihm die Lust, selbst als Designer tätig zu werden. "Ich war schon immer sehr an kreativen Aufgaben interessiert, etwa dem Zeichnen. Während meiner Ausbildung hat sich das intensiviert. Da ist in mir der Gedanke gereift, mein Hobby zum Beruf zu machen."

Mit Freunden entwarf er erste Designs und machte sich im vergangenen Sommer schließlich auf die Suche nach Modeschulen. Dabei stieß er auf das Düsseldorfer Fashion Design Institut und bewarb sich umgehend, seit Oktober ist er dabei. Mit seinen Entwürfen konnte er Inna Thomas sofort überzeugen.

Thema der Show am 5. Februar ist das "Spiel der Zeiten". Die zwölf Teilnehmer haben fünf Minuten Zeit, die Jury von ihrer Kollektion zu überzeugen.

Zu den Juroren gehören die Stars der Berliner Modeszene: Kilian Kerner, Guido M. Kretschmer und Arrey Kono sowie die Düsseldorfer Designerin Ruth Heinen.

Erwartet werden nicht nur Mode-Entwürfe, sondern auch eine Präsentation samt Lichtkonzept und Musik.

Der Erstplatzierte erhält einen Scheck in Höhe von 1500 Euro sowie eine Nähmaschine im Wert von 2000 Euro und einen Praktikumsplatz bei der Modedesignerin Annette Görtz.

Thomas gründete die Schule gemeinsam mit ihrem Mann Harald im Oktober 2008 und ist seitdem auf der Suche nach hoffnungsvollen Talenten. Daher initiierte das Paar vor zwei Jahren den Fashion Design Award, der den Weg in eine große Laufbahn ebnen kann.

Aus 153 Bewerbern ist Marcel Quaranta von einer hochkarätig besetzten Jury zu den besten zwölf Nachwuchsdesignern ernannt worden. Beim Finale im Februar geht es nun um Einiges. Quaranta: "Es ist ja schon unglaublich, dass ich mich bereits in meinem 1. Semester für das Finale qualifizieren konnte. Aber jetzt will ich natürlich auch mein Bestes geben und gewinnen. Das wäre optimale Werbung und natürlich könnte ich so wichtige Kontakte knüpfen."

Seine Kollektion stellt er unter das Motto "Wide West Cowgirls", sehr figurbetonte Kleidung. Schlicht, aber edel, so hat er es am liebsten. Zu seinen Vorbildern zählt er daher vor allem Giorgo Armani, langfristiges Ziel ist ein eigenes Label.

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