Kirche: Die Gemeinden bilden 2011 die Großpfarrei. Name ist noch offen.

Joachim Kardinal Meisner hat entschieden: Die Langenfelder Pfarreien sollen fusionieren.
Joachim Kardinal Meisner hat entschieden: Die Langenfelder Pfarreien sollen fusionieren.

Joachim Kardinal Meisner hat entschieden: Die Langenfelder Pfarreien sollen fusionieren.

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Joachim Kardinal Meisner hat entschieden: Die Langenfelder Pfarreien sollen fusionieren.

Langenfeld. Joachim Kardinal Meisner hat entschieden. Die Pfarreien sollen fusionieren, Langenfeld wird Großpfarrei. Ab 1.Januar 2011 tritt die Fusion der acht Gemeinden in Kraft. Dann wird es nur noch einen Kirchenvorstand geben. Der Brief mit der Entscheidung des Kölner Erzbischofes kam an den tollen Tagen. "Das Ergebnis überrascht mich nicht", sagt Dechant Jürgen Rentrop. Er hatte eine Fusion favorisiert. Bei dieser rücken alle Kirchen zusammen. Bei der Alternative Pfarreiengemeinschaft hätte jede Pfarrei den eigenen Kirchenvorstand behalten.

Die kirchlichen Gremien waren im Juni 2008 befragt worden. Eine knappe Mehrheit hatte sich für die Fusion ausgesprochen. Neuerungen waren schon zu Anfang des Jahres eingetreten. Die Pfarrverbände Nord und Süd wurden aufgelöst, seitdem besteht nur noch der Pfarrverband Langenfeld. Kanonischer, leitender, Pfarrer ist Jürgen Rentrop. Die drei Pfarrer Gerhard Trimborn (St. Martin), Lambert Schäfer (St. Paulus) und Joseph Limbach (St. Barbara) sind seither Vikare mit bleibendem Wohnrecht. "Es gibt keine Versetzungen", so Dechant Rentrop.

Der Grund für die vom Erzbistum geforderte Änderung der Kirchenstruktur ist nicht finanzieller Art. Es ist der Priestermangel. "Pfarrer um die 30 Jahre fehlen", sagt Jürgen Rentrop. Seit die Neustrukturierung der damaligen Pfarrverbände bekannt wurde, hätten sich die Gemeinden schon einander genähert. Im November werden die Pfarrgemeinderäte neu gewählt. "Bitte lassen Sie sich zur Wahl aufstellen, auch wenn Ihnen die Neuerungen in den Gemeinden erstmal nicht passen", hatte Pastor Gerhard Trimborn beim Neujahrsempfang die Richrather gebeten. Die Kirchenvorstände müssen nicht neu gewählt werden, sie können bis zur Fusion im Amt bleiben.

Rentrop betont die Chancen der Fusion. Die Pfarrvikare würden durch ihn von Verwaltungsarbeiten entlastet. "Sie können sich mehr auf die Seelsorge konzentrieren", sagt Rentrop.

Die Gemeinden hätten unterschiedliche Stärken. St.Paulus ist die Hochzeitskirche, bei St. Martin und St. Gerhard ist der Einfluss der Schützen groß. "Wir können nicht mehr alles in allen Kirchen anbieten", sagt Rentrop.

Einen weitreichenden Entschluss muss Köln noch fassen: Der Name der Großpfarrei wird nachgereicht. Rentrop meint: "St.Martin und St.Barbara sind die ältesten Kirchen. Die Namen sollten berücksichtigt werden."

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