Offene Tür: Mehrere hundert Besucher statteten der hoch- modernen Wache einen Besuch ab.

Mit sogenannten Dummies (Puppen) demonstrierten die Feuerwehrleute die Bergung von Schwerverletzten. Das Publikum schaute staunend zu.
Mit sogenannten Dummies (Puppen) demonstrierten die Feuerwehrleute die Bergung von Schwerverletzten. Das Publikum schaute staunend zu.

Mit sogenannten Dummies (Puppen) demonstrierten die Feuerwehrleute die Bergung von Schwerverletzten. Das Publikum schaute staunend zu.

Anna Schwartz

Mit sogenannten Dummies (Puppen) demonstrierten die Feuerwehrleute die Bergung von Schwerverletzten. Das Publikum schaute staunend zu.

Langenfeld. Das Interesse der Langenfelder an ihrer neuen Feuer- und Rettungswache ist riesig. Anders lässt sich die Teilnahme vieler hundert Besucher beim Tag der offenen Tür am Samstag und Sonntag nicht deuten.

"Ich war schon zur Eröffnung vor einem Jahr hier. Jetzt will ich mich mal informieren, wie sich alles entwickelt hat. Ich bin beeindruckt", sagt Ulrich Neitzel am Ende einer der zahlreichen Führungen, zu denen sich die Interessierten vor allem am Samstag anstellen mussten.

Der 19-jährige André Kleist möchte zur Berufsfeuerwehr

Löschzugführer Christian Kaese hatte mit einem Aufgebot von 80 bis 90 Ehrenamtlichen, darunter zahlreiche Frauen seiner Wehrmänner, für beste Festbedingungen mit viel Unterhaltung gesorgt. So wurden die Teilnehmer der Führungen von Mitgliedern des Löschzugs 1 über technische Details und die guten Arbeitsbedingungen der Wehrmänner informiert.

An einer der ersten Führungen nahm die Familie Kleist teil, die starkes Interesse an der Wehr hat. Sohn André (19) macht zurzeit eine Ausbildung als Schreiner und möchte danach Berufsfeuerwehrmann werden. Sein jüngerer Bruder Ilano (9) freut sich darauf, im Februar nächsten Jahres in die Jugendfeuerwehr eintreten zu dürfen.

Stadtbrandmeister Heinz Josef Brand berichtet vom gestiegenen Interesse jüngerer Leute, in den Dienst der Feuerwehr zu treten. "Wir haben vor kurzem einen Auswahltest der Kandidaten, die sich beworben haben, durchgeführt. Am 1. Oktober werden vier neue Brandmeister-Anwärter bei uns beginnen", erzählt er. Erste Voraussetzung ist eine abgeschlossene Lehre vor allem im elektrotechnischen Bereich. Aber selbst junge Frauen zeigen Interesse. So absolviert Sikran Verhoven (21) ein Jahrespraktikum als Rettungssanitäterin.

Dank des Turms können sogar Höhenkurse angeboten werden

In der neuen Feuer- und Rettungswache sind 48 hauptamtliche Wehrmänner beschäftigt. Sie werden im Notfall von 98 ehrenamtlichen Mitgliedern des Löschzugs 1 und der Löschzüge in Richrath, Wiescheid und Reusrath unterstützt.

Der Neubau an der Langforter Straße hat zu einem Aufschwung der Jugendfeuerwehr geführt. 40 Kinder ab zehn Jahre und Jugendliche sind in der Jugendfeuerwehr organisiert, davon 33 Jungen und sieben Mädchen. Für die Jungen gibt es mittlerweile sogar eine Warteliste.

Bei den Rundgängen wird klar, dass sich die Bedingungen für die hauptberuflichen wie ehrenamtlichen Wehrmänner um 100 Prozent verbessert haben. "Unsere gesamte Konzeption ist aufgegangen. Wir sind alle super zufrieden", stellt der Feuerwehr-Chef erfreut fest. Er hat im vergangenen Jahr 35 angemeldete Gruppen geführt - keineswegs nur aus Langenfeld, sondern auch aus vielen umliegenden Städten und sogar entfernten Orten wie Trier.

Die hoch moderne Feuerwache in Langenfeld ist die einzige im gesamten Kreis, wo dank des Feuerwehrturms in Höhenkursen ausgebildet werden kann. Und auch die Rutschstangen in allen Bereichen des Komplexes haben sich bewährt. Bei den verschiedenen Vorführungen wie Brandsimulation oder Einsatz der neuen Drehleiter, die die Wehr vor einem Jahr zur Eröffnung der Feuer- und Rettungswache erhielt, konnten sich die Besucher von dem hohen Ausbildungsstand der Wehrmänner überzeugen.

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