Die Bürger müssen aber keine Engpässe fürchten. Die Preise für Gas und Wasser sind stabil.

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Die Anlagen des Verbandswasserwerks laufen auf Hochtouren.

Die Anlagen des Verbandswasserwerks laufen auf Hochtouren.

Anna Schwartz

Die Anlagen des Verbandswasserwerks laufen auf Hochtouren.

Langenfeld/Monheim. Die wichtigste Nachricht der Stadtwerke und des Verbandswasserwerks Langenfeld-Monheim zuerst: Die Erdgas-Preise werden mindestens noch das erste Halbjahr 2010 stabil bleiben. Die Wasserpreise in beiden Städten werden bis Jahresende nicht erhöht.

Das versicherte der Leiter des Kundenzentrums (KunZe), Winfried Ruhnke, im Namen der Leitung der kommunalen Unternehmen. Die Preise für Erdgas wurden im Vorjahr in zwei Schritten um 25 Prozent gesenkt. Ursache: die rückläufige Entwicklung beim Ölpreis, an den der Gaspreis nach wie vor gekoppelt ist und der sich erst mit mehrmonatiger Verspätung bemerkbar macht.

Stadtwerke: die Nummer 1 unter 29 Mitbewerbern

Die Stadtwerke sind nicht allein am Markt, jedoch unangefochten und mit großem Vorsprung die Nummer 1 unter 29 Mitbewerbern. "Von unseren 13000 Kunden haben bislang nur 300 gewechselt. 100 davon sind bereits wieder zu uns zurückgekehrt", so Geschäftsführer Kersten Kerl, der auch über die Bemühungen des Unternehmens, alle Möglichkeiten der Einsparung durch modernste technische Anlagen zu nutzen, informierte.

Nicht zuletzt das sei der Grund, warum trotz nach wie vor reger Bautätigkeit der jährliche Gasbezug um die 50 Millionen Kubikmeter pendele.

Seit Anfang des Jahres aber habe der Dauerfrost zu einer hohen, täglichen Gasabgabe von etwa 35000 Kubikmetern geführt. "Versorgungsengpässe gibt es dennoch nicht", versicherte Rudolf Gärtner, der Technische Leiter.

2010 haben die Stadtwerke ein Förderprogramm mit 120000 Euro aufgelegt. Für die Anschaffung eines Erdgasautos gibt es 900 Euro, für eine Werbeaufschrift für drei Jahre noch mal 600 Euro. Die Umstellung einer Heizung auf Erdgas wird mit 750 Euro gefördert, Mini-Blockheizkraftwerke mit 900Euro.

KunZe, Telefon 979500

Auch die Wasserversorgung werde von den Minustemperaturen nicht beeinflusst. Der Frost erreiche die sehr viel tiefer im Boden verlegten Rohrleitungen nicht.

"Es hat deswegen noch nicht ein einziges Problem mit dem Wassernetz in beiden Städten gegeben." Allerdings häufen sich die Schäden im Anschlussraum von Häusern. Wer seine Kellerfenster geöffnet lasse, brauche sich über das Einfrieren des Zählers und der zu ihm führenden Rohre nicht zu wundern.

Der Wasserverbrauch ist in den vergangenen Jahren systematisch leicht gesunken und bewegt sich etwas oberhalb der Grenze von fünf Millionen Kubikmeter. Die Wasserqualität hat sich vor allem durch den natürlichen Rückgang des Nitrats immer mehr verbessert.

In diesem Jahr werden von den Stadtwerken für Auswechslungen und Neuverlegung von Gasleitungen 1,4 Millionen Euro investiert, davon zu 70 Prozent aus Eigenkapital - Beweis dafür, dass ein gesundes Unternehmen die Versorgung garantiert.

Dass in Langenfeld nur 113 Erdgas-Fahrzeuge gemeldet sind, zeigt jedoch, dass sich der Gedanke an einen solchen umweltfreundlichen Antrieb noch nicht durchgesetzt hat.

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