Einzelhandel: Ab Mai soll die frühere Hertie- Immobilie umgebaut werden. Sechs bis sieben separat zugängliche Geschäfte sind vorgesehen.

Bis Ostern 2011 soll das Hertie-Haus zu einem Einkaufstempel mit attraktiven werden. Zwölf Millionen Euro werden investiert.
Bis Ostern 2011 soll das Hertie-Haus zu einem Einkaufstempel mit attraktiven werden. Zwölf Millionen Euro werden investiert.

Bis Ostern 2011 soll das Hertie-Haus zu einem Einkaufstempel mit attraktiven werden. Zwölf Millionen Euro werden investiert.

Anna Schwartz

Bis Ostern 2011 soll das Hertie-Haus zu einem Einkaufstempel mit attraktiven werden. Zwölf Millionen Euro werden investiert.

Langenfeld. Da schlummert sie nun - die ehemalige Hertie-Immobilie in der Innenstadt. Oder doch nicht? Glaubt man Rainer Molitor, dann geht es hinter den verschlossenen Türen kräftig zur Sache. Und er sollte es als Generalbevollmächtigter des Besitzers Rolf Sass wissen. "Wir entrümpeln hier gerade. Die nicht tragenden Teile werden abgebrochen. Dann sieht das Ganze schon manierlicher aus", schildert er.

Die Pläne sind ehrgeizig. Die Brache in der Stadtmitte soll bereits zum Ostergeschäft 2011 wieder voller Einzelhandelsleben sein. Sechs bis sieben separate Geschäfte, von außen zugänglich, sind angedacht. Damit ist eine so genannte Shop-in-Shop-Lösung vom Tisch. "Das würde ja bedeuten, dass es einen Gang in den Verkaufsbereich gibt. Da könnte es schnell passieren, dass Geschäfte im hinteren Bereich im Nachteil sind. Das wollen wir vermeiden", sagt Molitor.

Rund zwölf Millionen Euro werden investiert. Die Ausschreibung geht in den nächsten Wochen raus. Molitor rechnet damit, dass der Baubeginn im Mai sein wird.

"Mit der Realisierung sind wir an der Spitze in Sachen Einzelhandelsstruktur im Kreis Mettmann."

Rainer Molitor, Generalbevollmächtigter, über die Umbaupläne der ehemaligen Hertie-Filiale

Das ehemalige Verwaltungsgeschoss wird abgerissen. Stattdessen wird dort ein weiteres Parkdeck entstehen. "Der Bedarf wird mit Sicherheit da sein", schätzt es Molitor ein - seines Zeichens auch Architekt und Entwickler.

Und was er da bis zum Frühjahr 2011 entwickelt haben will, das ist ohne Übertreibung ehrgeizig. Die insgesamt 7500Quadratmeter sollen unterschiedlich genutzt werden. Einige Geschäfte werden zweigeschossig angelegt, andere nicht. "Wir richten uns da natürlich auch nach den Bedürfnissen der Mieter", betont Molitor. Interessenten gebe es bereits. Namen werden erst genannt, wenn die Verträge unterschrieben sind. Erste Abschlüsse werde es in den nächsten sechs Wochen geben.

Die Karstadt-Filiale in Langenfelds Centrum war über Jahrzehnte eine feste Größe im Stadtbild. Dann begann der Einzelhandelsriese zu wanken.

Die kleineren Karstadt-Filialen wurden ausgegliedert und unter Hertie weitergeführt. Allerdings waren damit in Langenfeld endgültig die Tage des Kaufhauses gezählt. Der Name änderte nichts daran, fass schon nach kurzer Zeit im Sommer vergangenen Jahres endgültig Schluss war. 47Mitarbeiter standen auf der Straße. Inmitten einer aufblühenden Einzelhandelsmeile war plötzlich ein Leerstand von 7500Quadratmetern traurige Realität.

"Unter 250Quadratmetern wird wohl keine Verkaufsfläche sein. Und im Bekleidungsbereich wird es sicher Geschäfte mit 1000bis 1500Quadratmetern geben", hat Molitor schon ein konkretes Bild vor Augen. Und mit der Realisierung ist für ihn Langenfeld an der Spitze in Sachen Einzelhandelsstruktur im Kreis Mettmann.

Wenn die Geschäfte tatsächlich um die Osterzeit 2011 öffnen, dann ist auch ein trauriges Kapitel in der Stadtgeschichte abgeschlossen. Der wankende Karstadt-Riese, dann die Umstrukturierung zu Hertie und schließlich das Aus im August - seit Jahren herrschte Unruhe. 47Mitarbeiter standen schließlich ohne Job da, und Langenfeld hatte kein Kaufhaus mehr. Der Verlust sitzt immer noch bei vielen tief. Aber immerhin wird mit dem Umbau der Leerstand in dem mit Blick auf die Lage eigentlichen Filetstück beseitigt. Neues Händlerleben zieht ein.

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