Neugestaltung: Die Gespräche über die Modernisierung des Rex’ nehmen allmählich Gestalt an.

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Der Eingang des Rex’ erinnert noch an ein Erwachsenen-Kino in Bahnhofsnähe. Das soll sich ändern.

Der Eingang des Rex’ erinnert noch an ein Erwachsenen-Kino in Bahnhofsnähe. Das soll sich ändern.

Anna Schwartz

Der Eingang des Rex’ erinnert noch an ein Erwachsenen-Kino in Bahnhofsnähe. Das soll sich ändern.

Langenfeld. "Es läuft", sagt Georg Huff. "Es dauert zwar seine Zeit, aber das war auch nicht anders zu erwarten. Schließlich sitzen gleich drei, vier Parteien an einem Tisch." Wenn der Geschäftsführer der Schauplatz GmbH auf die Zukunft des Rex-Kinos angesprochen wird, ist und bleibt er optimistisch. "Die Modernisierungs- und Umbaupläne sollten in diesem Jahr über die Bühne gehen."

Schon seit zweieinhalb Jahren will die Schauplatz GmbH das Rex mit seinem muffigen Charme der 1970er-Jahre modernisieren. Bislang waren aber alle Vorhaben gescheitert, weil der städtische Kulturbetrieb zwar seit 1985 Betreiber von Langenfelds einzigem Kino ist, nicht aber dessen Eigentümer.

Nachdem dieser sich aber mit einem Dritten über den Kauf des für die Erweiterung benötigten Garagenhofes geeinigt hat, sieht die Sache ganz anders aus.

In den nächsten Wochen sollen die ersten Umbau-Pläne vorliegen

Nun also sind sie alle versammelt: die Schauplatz GmbH, der Rex-Eigentümer, der Besitzer, dem der Garagenhof gehört, und die Stadt. Huff: "Die Richtung, in die wir wollen, ist klar. Jetzt müssen wir nur noch alle unter einen Hut bringen."

In den nächsten zwei, drei Monaten werde sicher Handfesteres vorliegen. Dass das Rex 2010 aufgepeppt wird sei aber in jedem Fall richtig. "Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen", so Huff.

Im Vorjahr verkaufte das Rex 42000 Eintrittskarten - das waren 24 Prozent mehr als 2008. Grund: Kassenschlager wie "Ice Age 3" oder "Wickie".

Das im Stadt-Etat veranschlagte Geld reicht nicht, um das Gesamtprojekt zu realisieren. Die Macher müssen selbst in die Tasche greifen. Außerdem setzen sie auf die Filmförderungsanstalt Berlin, die Filmstiftung NRW und die Kulturstiftung der Sparkasse.

Zwischen 1,50 und drei Euro mehr würde der Eintritt für dreidimensional gezeigte Filme kosten. "Das hängt davon ab, ob wir die nötigen Brillen jeweils einmalig ausgeben, wieder einsammeln und reinigen, oder ob es Einwegbrillen werden", sagt Schauplatz-Geschäftsführer Georg Huff.

Die Vorstellungen, die der Schauplatz-Geschäftsführer und sein Kino-Team für das Lichtspielhaus an der Hauptstraße haben, sind jedenfalls schon sehr konkret: Neben der Erweiterung soll das Rex vor allem modernisiert werden.

Denn bislang versprüht es mit seinem schlauchartigen Eingangsbereich eher den Eindruck, dass es problemlos auch als Erwachsenenkino im Bahnhofsviertel durchgehen könnte. "Das Foyer soll schon von außen her einladender als heute wirken", hatte Huffs Geschäftsführungskollege Reinhard Küpper kürzlich unserer Redaktion gesagt.

Die Macher wollen keinen Filmpalast entstehen lassen, aber ein Kino mit dem gewissen Flair, in das die Besucher gerne kommen - und mit einem zusätzlichen Saal auf dem Garagenhof.

Apropos Flair: Den erhofft sich Georg Huff auch von der Anschaffung einer 3D-Anlage. "Wir spielen zumindest mit dem Gedanken. Allerdings kostet das locker 20000 Euro extra. Von daher muss so eine Investition gut überlegt sein."

Momentan seien dreidimensionale Filme wie "Avatar" zwar der Renner, aber ob das in drei, vier Jahren auch noch so sei, müsse abgewartet werden. "Von daher sollte sich die teure Anschaffung der 3D-Technik natürlich schnell rechnen."

Und da der Filmverleih 50 Prozent der Zusatzeinnahmen für sich einfordere, "wird das Ganze ein Rechenspiel". Dennoch würde Huff den Langenfeldern diesen Spaß gerne bieten. "Wir bleiben dran. Tendenziell sollte das neue Rex aber 3D im Programm haben."

Was die Kosten für das eigentliche Projekt angeht, profitiert die Schauplatz GmbH davon, dass der Eigentümer des Rex-Kinos bereits kurz vor Weihnachten grünes Licht gegeben hatte, so dass Mittel noch im aktuellen Haushalt eingestellt werden konnten: und zwar 150.000 Euro Baukostenzuschuss und 52.000 Euro für 200 neue Sessel und Stühle.

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