Die Resonanz der Passanten ist eher spärlich. „Die Aktion ist gut gemeint, aber ihr Nutzen fraglich.“

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Sie haben beim Blumenpflanzen jedenfalls ihren Spaß (v.l.): Franziska und Maike Gässler, die kleine Lucy (3) und Abdul Caglak vom City-Management.

Sie haben beim Blumenpflanzen jedenfalls ihren Spaß (v.l.): Franziska und Maike Gässler, die kleine Lucy (3) und Abdul Caglak vom City-Management.

Stefan Fries

Sie haben beim Blumenpflanzen jedenfalls ihren Spaß (v.l.): Franziska und Maike Gässler, die kleine Lucy (3) und Abdul Caglak vom City-Management.

Langenfeld. "Tolle Matsche", ruft die dreijährige Lucy begeistert aus, als sie Pflänzchen in den Kasten setzen und diesen mit Erde auffüllen soll. Ein zwei Meter hohes Metallgestell in L-Form wird mit Blumenkästen bestückt.

Das Langenfelder Logo soll während des Blumenmarkts am Samstag und auch noch Wochen darüber hinaus die Aussicht auf den Bauzaun verschönern. Die Passanten bekommen die Pflanzen kostenlos und sollen sie in die Metallkonstruktion einfügen. Als Ergebnis soll sich eine blühende Skulptur, mitgestaltet von Langefelder Bürgerinnen und Bürgern, präsentieren.

"Wir sind hier vorbeigelaufen, und meine Tochter matscht gerne", sagt Lucys Mutter Danielle Bergmeister (29). Eine Stunde nach Eröffnung der Aktion kommen die Zuschauer eher spärlich. Was vom City-Management als Hilfe für den Einzelhandel gedacht ist, scheint eher ein Flop.

Hinzu kommt die ohnehin allgemein schlechte Wirtschaftslage

"Es sind keine Leute da. Sehen Sie selbst", sagt Dina Agic (49), Inhaberin des Modehauses Dina am Marktplatz, während sie auf die gähnende Leere sowohl in ihrem Geschäft als auch vor ihrem Schaufenster direkt gegenüber des "Blühenden L" zeigt. "Die Aktion ist gut gemeint, aber der Nutzen ist fraglich."

Auch die Inhaberin der Modeboutique Mosaique Thekla Lindenthal (52) gibt sich eher skeptisch. Zwar sei die Führung des Besucherstroms entlang des Bauzauns an den Geschäften hinter der Baustelle eher günstig, aber ob die Aktionen des City-Managements erfolgreich seien, sei schwer zu sagen. Hinzu komme die ohnehin allgemein schlechte Wirtschaftslage. Juwelier Heinz Rehm (59) hingegen kann keinerlei Einbußen der Kundschaft beklagen. "Man muss was unternehmen", sagt Agic. "Die Baustelle verdeckt mein Geschäft, und die Laufkundschaft bleibt weg."

Tombola, Riesentrampolin und das blühende Langenfeld-L

Aktionen Während der 24-wöchigen Bauzeit gibt es 20 Aktionen. Los ging es am 11. April, Schlusspunkt ist die Eröffnung des neuen Marktplatzes am 26. September. Hier die Mai- und Juni-Termine im Überblick.

23. Mai 1.Frühschoppen von 9 bis 11 Uhr: Für Frühaufsteher gibt es ein Baustellenfrühstück mit Musik.

4. Juni Langer Donnerstag: Die Geschäfte öffnen bis 20 Uhr und bieten ihren Kunden Aktionen an.

13.-14. Juni Ganztägiger verkaufsoffener Sonntag: Geländewagen auf dem Marktplatz, Schatzsuche im Sand, Baustellengeschichten für Kinder von der Buchhandlung Langen.

18. Juni Buchverkostung: Ab 19 Uhr stellt die Buchhandlung Langen Urlaubslektüre vor.

20. Juni-6. August Baggerführerschein: Interessierte können sich in dieser Zeit regelmäßig im Baggerfahren probieren und bekommen eine Urkunde.

"Die Blumen sind von einem Leichlinger Veranstalter gesponsert", sagt Abdul Caglak (24) vom City-Management. Warum damit eine auswärtige Agentur beauftragt wurde anstatt Vertreter des Langenfelder Einzelhandels, wisse er aber nicht.

Eine Tombola, vom Blumengeschäft Risse durchgeführt, sowie ein Riesentrampolin mit Sicherheitsgurten für Kinder sind weitere Attraktionen des Blumenmarktes. Neben Grün- und Blütenpflanzen ist auch Gartenkunst aus Keramik und Kupfer zu kaufen. "Von einem blühenden L habe ich noch nie gehört. Aber das Trampolin ist klasse für die Kinder", meint Sabrina Millstett (32), die mit den beiden Töchtern darauf wartet, dass ein Platz am Trampolin frei wird.

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