Dem Jugendhilfeausschuss wird der Plan für zwölf weitere Gruppen in Neubauten aufgezeigt.

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Spatenstich für mehr U3-Betreuungsplätze: Für die „Bercheser Pänz“ der Zukunft wird am Kindergarten St. Paulus weiter angebaut. Die fünfte Gruppe geht an der Treibstraße im August an den Start.

Spatenstich für mehr U3-Betreuungsplätze: Für die „Bercheser Pänz“ der Zukunft wird am Kindergarten St. Paulus weiter angebaut. Die fünfte Gruppe geht an der Treibstraße im August an den Start.

Archiv StefanFries

Spatenstich für mehr U3-Betreuungsplätze: Für die „Bercheser Pänz“ der Zukunft wird am Kindergarten St. Paulus weiter angebaut. Die fünfte Gruppe geht an der Treibstraße im August an den Start.

Langenfeld. Die Stadt plant ihre Zukunft als die familienfreundlichste Stadt weit und breit. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch ein lückenloses Betreuungsangebot in Kindertagesstätten zu erleichtern, ist die Herausforderung. Die Vorgabe der Bundesregierung, in vier Jahren 35 Prozent der unter Dreijährigen einen Platz bieten zu können, will Langenfeld übertreffen.

Dafür müssen nach der Bedarfsplanung 180 weitere U3-Plätze geschaffen werden. Durch Umwandlung bestehender Gruppen, durch Kita-Erweiterungen und den Bau von zwei zusätzlichen Tagesstätten am nördlichen Rand des Zentrums sowie in Reusrath.

Mögliche neue Standorte werden heute der Politik vorgestellt

Die Standorte für die Neubauplanungen werden heute dem Jugendhilfeausschuss (18 Uhr, Rathaus, Saal 187) vorgestellt. Allerdings im nicht öffentlichen Teil der Sitzung. Bürgermeister Magnus Staehler (CDU) hatte im Zusammenhang mit den 3,46 Millionen Euro, die Langenfeld aus dem Konjunkturpaket II für Bildung zustehen, bereits Fröbelstraße, Pommernweg und Alte Schulstraße als mögliche Bauplätze für zwei neue Kindergärten mit je sechs Gruppen genannt.

"Es gibt aber noch weitere Standorte", sagt Ulrich Moenen, Fachbereichsleiter Jugend, Schule und Sport. Nach WZ-Informationen dürfte ein Neubau in Nachbarschaft zur Don-Bosco-Schule kein Thema mehr sein, weil dort der zur Verfügung stehende Platz nicht ausreicht.

"Neben der Umwandlung im Bestand müssen mindestens zwölf neue Gruppen eingerichtet werden, um das gesteckte Ziel für die U3-Betreuung zu erreichen", sagt Moenen. Wo diese geplant sind, ist kein Geheimnis. Mit rund 570.000 Euro von der Stadt wird der Kindergarten St.Paulus in Berghausen bis August von vier auf fünf Gruppen erweitert. Eine zusätzliche Gruppe geht 2010 Am Brückentor an den Start.

Derzeit werden in elf städtischen sowie 13 Kindertagesstätten freier Träger 1670 Kinder betreut.

Für Kinder von vier Monaten bis drei Jahren stehen 240 Plätze, davon 192 in Tagesstätten, 37 bei Tagesmüttern und 20 in gewerblichen Einrichtungen zur Verfügung. Das entspricht einer Bedarfsdeckung von 23,2Prozent. 180 weitere Plätze sollen bis 2013 entstehen. So könnte die Versorgungsquote bei 37,7 Prozent liegen.

Im kombinierten Schul- und Kita-Neubau für mehr als 3,5 Millionen Euro haben dann drei statt bisher zwei Gruppen Platz. Einen sechsgruppigen Kindergarten will die Stadt in Reusrath bauen. Moenen: "Dort werden in zwei bis drei Jahren die beiden Gruppen der Kita Rheindorfer Straße, die neben der Kirche St.Gerhard nicht zu erweitern ist, mit aufgenommen."

Nochmals sechs Gruppen sollen an der Peripherie der Stadtmitte ein Domizil finden. "Die erste neue Einrichtung soll im August 2011 eröffnen", sagt Moenen.

Das Ausbauprogramm wird teuer. Mit rund 7,9 Millionen Euro wird kalkuliert, die Folgekosten vor allem fürs Personal nicht mitberücksichtigt.

Kirchen sollten in zukunftsfähige Kindertagesstätten investieren

In die Zukunftsfähigkeit ihrer Kitas mit Blick auf mehr Plätze für die Jüngsten müssten auch die Kirchen investieren, meint der Fachbereichsleiter. "Beispielsweise hat sich die Erzdiözese den ersten Um- und Ausbau des Kindergartens St.Paulus 500.000 Euro kosten lassen", sagt Moenen.

Nur neue konfessionelle Gruppen will die Stadt mitfinanzieren. "Armen Träger" wie Awo und Caritas wird dagegen weiter auch der Umbau finanziert. U3-Plätze sollten an allen Standorten vorgehalten werden. Moenen:

"Die Konzentration auf wenige Standorte würde dazu führen, dass diese Kitas keine Kinder ab drei Jahren mehr aufnehmen könnten." Eltern würden Kinder dort möglichst früh anmelden. "Die Nachfrage steigt dann sprunghaft, und wir kämen mit den Plätzen nicht mehr nach", erklärt Moenen.

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