Nach kontroverser Diskussion in den Ausschüssen haben in etwa acht Wochen die Bürger das Wort.

Von der zweiten Brücke über den Teich des Freizeitparks fällt der Blick auf das neu gestaltete Ufer und den Sandstrand.  (Entwürfe (2): Planungsbüro Schulze)
Von der zweiten Brücke über den Teich des Freizeitparks fällt der Blick auf das neu gestaltete Ufer und den Sandstrand. (Entwürfe (2): Planungsbüro Schulze)

Von der zweiten Brücke über den Teich des Freizeitparks fällt der Blick auf das neu gestaltete Ufer und den Sandstrand. (Entwürfe (2): Planungsbüro Schulze)

Von der zweiten Brücke über den Teich des Freizeitparks fällt der Blick auf das neu gestaltete Ufer und den Sandstrand. (Entwürfe (2): Planungsbüro Schulze)

Langenfeld. Vor einem halben Jahr hatte Bürgermeister Magnus Staehler (CDU) mit ziemlich konkreten Vorstellungen für die teilweise Neugestaltung des Freizeitparks Langfort die Öffentlichkeit überrascht. Während die Verwaltung und CDU noch 2007 Modernisierungswünsche der FDP abgeblockt hatten, präsentierte Staehler im Sommer die Entwürfe des Hitdorfer Landschaftsarchitekten Joachim Schulze für den Umbau der maroden Teichanlage sowie die Anlage eines Generationengartens. Der Aufforderung des Bürgermeisters, sich am Ideenwettbewerb für den Park der Zukunft zu beteiligen, kamen zuerst Grüne und FDP mit alternativen Konzepten nach.

Danach war es still um das Thema geworden. Erst jetzt stellte der Architekt seine Entwürfe offiziell dem Bau- und Verkehrsausschuss in gemeinsamer Sitzung mit dem Sozialausschuss vor.

Kritik: Nach sechs Monaten werden Ausschüsse zum ersten Mal gehört

Das die zuständigen Ausschüsse bis zu diesem Abend außen vor gelassen worden waren, brachte vor allem SPD und Grüne auf die Palme. So kritisierte Joachim Herzig (SPD) das Verfahren, das hinter den Kulissen abgelaufen sei. "Die Verwaltung entscheidet vorher, was vorgeschlagen wird. Ich bin enttäuscht, wie mit dem Ausschuss umgegangen wird." Und Fraktionskollegin Heike Lützenkirchen konterte den Hinweis von Chef-Stadtplaner Hans-Otto Weber, mit der Bürgerschaft werde in einer Versammlung über die Pläne diskutiert und Änderungen seien durchaus noch möglich, mit "das ist nicht mehr als eine pseudodemokratische Veranstaltung für die Bürger". Auch Johannes Spieth (Grüne) sprach von "seltsamen Vorgängen", da die Politik hätte frühzeitig einbezogen werden müssen. Die Empörung konnte Manfred Stuckmann (CDU) auch nicht damit dämpfen, als er betonte, es sei nichts entschieden. Im übrigen sei aber soeben ein "tolles Konzept" vorgestellt worden.

Demnach soll der Teich völlig neu gestaltet werden, mit einem veränderten Wasserlauf, einer zweiten Brücke, einer weiteren Terrasse, einen Sandstrand nahe "Ey’s Café" und neuer Uferbepflanzung. Nördlich der Wasserfläche, in Richtung der Wohnbebauung Langfort, soll der Garten für Senioren entstehen. Farbenfreudige u Bepflanzung, Hochbeete, ein duftender Kräutergarten und Zitterpappeln sollen die Sinne älterer Bürger ansprechen. Bei der jüngsten Seniorenbefragung hatten sich 1150 Personen für einen solchen Gartens ausgesprochen. 129 von ihnen wären auch bereit, diesen zu pflegen.

Betont wurde, dass durch den Umbau die Flächen für Großveranstaltungen wie das Internationale Kinder- und Familienfest nicht eingeschränkt würden. Schließlich wurde einstimmig beschlossen, den Entwurf des Planers und die Ideen der Fraktion in sechs bis acht Wochen den Bürgern-- vorzustellen.

Die Neugestaltung der Teichanlage im Freizeitpark wird mit 935000 Euro kalkuliert. Die Anlage des Seniorengartens soll 417000 Euro kosten. Die 1,35 Millionen Euro werden auf den Zeitraum von 2009 bis 2012 verteilt.

Der Umbau des Teichs soll etwa sechs Monate dauern. Der "neue" Park wird spätestens im Frühjahr 2012 eingeweiht.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer