Händler und Kunden sind mit dem ersten Einkaufsbummel auf dem nach Waren sortierten Wochenmarkt zufrieden.

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Die Stände-Burg der Textilhändler: Sie stehen jetzt zusammen auf dem eigentlichen Marktplatz.

Die Stände-Burg der Textilhändler: Sie stehen jetzt zusammen auf dem eigentlichen Marktplatz.

Anna Schwartz

Die Stände-Burg der Textilhändler: Sie stehen jetzt zusammen auf dem eigentlichen Marktplatz.

Langenfeld. Trotz der Kälte herrscht auf dem Wochenmarkt Gedränge. Vor allem entlang der Solinger Straße, wo sich die Käse-, Gemüse-, und Fischstände mit Metzger-, Back- und Pflanzenständen abwechseln, drängen sich die Menschen. Auf dem eigentlichen Marktplatz nebenan ist nicht ganz so viel los. Dort stehen die Textiler, die von der Damenbluse bis zur Gardine alles anbieten, was in Kleiderschrank und im Haushalt vonnöten ist.

Es ist Tag eins des "neuen" Wochenmarktes, der nicht mehr gemischt, sondern nach Sortimenten aufgestellt ist. Wochenlang hatte diese Trennung Händler und Kunden in zwei Lager gespalten. Befürworter und Gegner einigten sich schließlich darauf, an einem Strang und im Juni Bilanz zu ziehen, statt sich zu streiten.

Ordnungsamtsleiter Christian Benzrath ist zufrieden. "Angesichts des Wetters habe ich mit solch einem Andrang nicht gerechnet", sagt er. "Vielleicht liegt es ja daran, dass die Leute neugierig waren. Negatives habe ich bisher nicht gehört."

Siggi Schultk, der den größten Stand für Obst und Gemüse betreibt, hat seinen Standort mit einem Blumenhändler vor Haus Arndt getauscht, dessen Pflanzen im Sommer zu sehr der Sonne ausgesetzt waren. "Die Resonanz auf unserem neuen Platz ist gut. Ich habe bis jetzt nur Positives gehört. Der Umzug war für uns überhaupt kein Problem."

Die meisten Händler sind mit ihrem neuen Standort zufrieden

An neuer Stelle ist auch Mehmet Özdemir mit Spezialitäten wie Schafskäse, Oliven oder eingelegter Paprika. "Meine Kunden werden mich schon finden. Erfahrungsgemäß ist bei uns bis Mitte Februar nicht viel los."

Zum festen Bestandteil gehört der Solinger Stand mit dem großen Brotsortiment aus der Eifel. "Unsere Firma ist hier schon seit 40Jahren vertreten. Vor drei Jahren habe ich den Stand übernommen. Wir wurden nur um die Ecke vom Stadthallenvorplatz verlegt. Da finden uns unsere Kunden ohne langes Suchen wieder", sagt Dirk Oberbanscheid.

"Mein Stand ist nur um wenige Meter versetzt worden. Ich finde ihn gut. Bei der Aufteilung des Marktes hat sich die Stadt ja etwas gedacht. Jetzt ist ja noch nicht viel los. Aber mit der Außengastronomie im Frühjahr stelle ich mir das toll vor", meint Gemüsehändlerin Roswitha Gladbach.

Gegenüber der Seite von Haus Arndt hat die Bäckerei Bernds einen Stand aufgebaut. "Wir kommen aus Kamp-Lintfort und sind auch in Leichlingen und Haan vertreten. Nun hat es auch in Langenfeld geklappt", erzählt Mitarbeiterin Sandra Tophoven. "Wir sind zufrieden mit dem Start und überzeugt, bald einen festen Kundenstamm zu finden."

Die Gulaschkanone von Tobias Müller, Marktbeschicker seit sieben Jahren, hat ihren Standort nur um etwa 20 Meter von der Marktgalerie verlegt. Gulasch- und Erbsensuppe sind bei den aktuellen Temperaturen gefragt. Leo Bier verzehrt hier einen Imbiss. "Die Suppe ist klasse, und der neue Standort gefällt mir."

Angelika Matsuyama, Marktbeschickerin aus Langenfeld, hatte jahrelang an der Ecke bei Kodi ihren Stand mit Reinigungsprodukten. "Mein früherer Standort war so schlecht, dass ich mich nur verbessern konnte. Für mich konnte es mit der neuen Marktordnung nicht besser laufen."

"Ich habe in der Zeitung von der Neuordnung gelesen", sagt Christel Pichler. "Es ist zwar alles anders, aber somit gibt es auch viel zu entdecken." Eigentlich gehe ja seine Frau einkaufen, schmunzelt Manfred Herkenrath. "Ich schaue mir aber den Markt genau an. Ich hoffe, die Anordnung kommt an."

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