Wer am 21. Februar dabei sein will, muss sich jetzt anmelden. Zugleiter Helmut Schoos prohezeit ein riesiges Spektakel.

Am 21. Februar ziehen die Jecken durch die Stadt. Diesmal können sie an der Sparkasse (r.) wieder in die Fußgängerzone abbiegen. (Archiv
Am 21. Februar ziehen die Jecken durch die Stadt. Diesmal können sie an der Sparkasse (r.) wieder in die Fußgängerzone abbiegen. (Archiv

Am 21. Februar ziehen die Jecken durch die Stadt. Diesmal können sie an der Sparkasse (r.) wieder in die Fußgängerzone abbiegen. (Archiv

Stefan Fries

Am 21. Februar ziehen die Jecken durch die Stadt. Diesmal können sie an der Sparkasse (r.) wieder in die Fußgängerzone abbiegen. (Archiv

Langenfeld. Wer in diesen Tagen die 15693 auf dem Telefon eintippt, um Helmut Schoos anzurufen, bekommt öfter das Besetztzeichen zu hören. Der 53-jährige Reusrather ist Vorsitzender des Festkomitees Langenfelder Karneval (FLK) und zugleich zum dritten Mal Zugleiter für den Karnevalszug. Und als solcher hat er derzeit alle Hände voll zu tun.

Anmeldeschluss für das närrische Spektakel, das am Samstag, 21. Februar, ab 14.11Uhr wieder Zehntausende in den Bann ziehen soll, ist am Samstag. Doch anders als 2008 muss Schoos diesmal nicht jecke Gruppen und Vereine selbst ansprechen, um sie für die Teilnahme zu gewinnen. "Die melden sich ganz von alleine. So wie es jetzt aussieht, werden mehr als 80Gruppen mit 15 Prunkwagen und rund 1500 Teilnehmern dabei sein", sagt Schoos.

Nach zwei Jahren wieder mal ein Zuwachs

Das wäre gegenüber den 76Beiträgen in den beiden vergangenen Jahren wieder mal ein Zuwachs. Mehr als 100 Zugnummern wurden zuletzt 1993 ausgegeben. Im vergangenen Jahr hatte das Festkomitee wenige Tage vor Verstreichen der Meldefrist erst 30Zusagen. Der damalige FLK-Chef Werner Zwank hatte das unter anderem damit begründet, dass in einer 59 000-Einwohner-Stadt dauerhaft kein Platz für drei Karnevalsumzüge sei.

Der Veedelszoch in Berghausen und der 2006 neu hinzugekommene Lichterzug des Rüsrother Carnevals Comitees (RCC) würden den großen Zug beeinträchtigen. "Jede Mücke sticht", hatte Zwank den Blick darauf gelenkt, dass die wenigsten Wurfmaterial für zwei Züge finanzieren könnten. Nachfolger Helmut Schoos führt das spürbar größere Interesse 2009 auf die länger laufende Session zurück. "Es bleibt mehr Zeit fürs Planen."

"Die klassische Kamelle hat längst ausgedient, weil sich niemand mehr nach ihr bückt."

Helmut Schoos, Leiter des Langenfelder Karnevalszuges

Nach dem jetzigen Stand der Dinge werden am Karnevalssonntag, 22. Februar, durch "Berches" und Reusrath mit 23 beziehungsweise 27 Beiträgen wieder gleich lange Züge wie 2008 laufen. Der RCC feiert mit einer 70Personen starken Fußgruppe beim Zug durch Langenfeld eine Premiere. "Das sind wir dem Prinzenpaar Benno und Birgit Schollmeyer schuldig, schließlich sind das Reusrather", sagt RCC-Präsident Andreas Buchheim.

Anmeldung Einzelne Jecken und Vereine, die beim Karnevalszug am 21. Februar mitmachen wollen, können sich unter Telefon 15693 noch bis Samstag bei Zugleiter Helmut Schoos anmelden. Ein Formular gibt es auch über das Internet. Ein Grundstock an Wurfmaterial (Bälle, Popcorn, Schoko-Riegel, Kokosbälle und Puffreishappen) wird durch das Festkomitee gestellt.

Als Jury-Mitglied 20 Juroren sollen die originellsten Fußgruppen und schönsten Wagen benoten. Dafür sucht das Festkomitee noch zwei bis drei Freiwillige.

Schoos freut besonders, "dass mehrere Jugendgruppen neu hinzukommen". Als Beispiele nennt er die Theatergruppe "Die Blinklichter", Pfadfinder und Malteser, "Die Sportmäuse" und den Nachwuchs des HSV. Auch Lebenshilfe, Martinus-Krankenhaus und SGL seien wieder stark vertreten. "Die SGL fährt mit Rhönrädern", sagt Schoos.

Bleibt zu hoffen, dass den Rhönradfahrern auf der mehr als 2,22 Kilometer langen Strecke zwischen Aufstellung auf der Bahn- und Auflösung auf der Schulstraße nicht schwindelig wird. Da das Marktkarree fertig ist, rollt "d’r Zoch" wieder durch die Fußgängerzone zum Berliner Platz.

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