Wahlprogramm: Schuldenfrei, familien- und umweltfreundlich soll Langenfelds Zukunft aussehen. Die CDU setzt auf bewährten Kurs.

Langenfeld. "Zweimal 50 Prozent plus X", so lautet das Ziel der CDU bei den Wahlen zum Stadtrat und Bürgermeister am 30. August. Am Freitagnachmittag eröffnete die Partei, die vor fünf Jahren mit 55,1 Prozent beziehungsweise 70,5 Prozent der Stimmen für Magnus Staehler triumphiert hatte, den Kommunalwahlkampf. Bürgermeister-Kandidat Frank Schneider, 22 Rats- und vier Kreistagskandidaten stellten sich bei der Auftaktparty auf dem Stadthallenvorplatz Passanten vor und machten diese mit Eckpunkten des Wahlprogramms vertraut.

Steuererhöhungen sind für die CDU tabu

"Es wird keine Kursänderung geben", sagte der 45-jährige Schneider, "auch wenn einige Schwerpunkte anders gesetzt werden." Die Finanzpolitik spiele angesichts der Wirtschaftskrise eine wichtige Rolle. Ziel bleibe es, weiter ohne Schulden auszukommen. "Und es wird auch keine Steuererhöhungen geben", fügte der finanzpolitische Sprecher und designierte Fraktionsführer Peter Klinkers (55) hinzu.

Was die Familienpolitik betrifft, so will die CDU das breit gefächerte Angebot für Senioren im Dialog vervollständigen. "Wir werden das Problem, dass im Jahr 2030 etwa 30 Prozent der Bürger über 65 Jahre alt sind, nicht aus den Augen verlieren", so Schneider. Zur familienfreundlichen Stadt gehöre auch, den Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige rasch zu decken. Mehr als zehn Millionen Euro sollen bis 2013 in die Kindergarten-Erweiterung fließen. Noch intensiver will die CDU in die Bildungspolitik einsteigen - auch außerhalb des Schulunterrichts.

Eine größere Rolle denn je spiele der Umweltschutz. Zu den sieben bestehenden Fotovoltaik-anlagen kämen drei weitere 2009 hinzu. Doch Schneider will mehr. Er tritt für ein "1000-Dächer-Programm" ein. "Bis 2020 sollen 1000 Solar- oder Fotovoltaikanlagen umweltfreundliche Energie liefern." Hausbesitzern soll vom Rathaus ein Rundum-Info-Paket angeboten werden.

Schneider weiß, wie hoch die Messlatte liegt, die Magnus Staehler gelegt hat. "An dessen Ergebnis werde ich nicht herankommen, das hat der jetzige Bürgermeister aber auch erst bei der Wiederwahl erhalten. Mit mehr als 50 Prozent wäre ich sehr zufrieden." Die gleiche Marke nennt Stadtverbandschef Jürgen Brüne für die Partei: "Wir wollen allein unsere Ziele umsetzen."

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